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Kim Ki-duk

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter • Kameramann • Filmausstatter • Soundeditor
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Leben & Werk

Der südkoreanische Regisseur Kim Ki-duk ist einer der produktivsten Filmemacher, dessen Filme auf internationalen Festivals reüssierten und für kontroverse Diskussionen sorgten.

Kim zufolge war erst sein siebter Film, „Bad Guy“, in der Heimat populär: „In Korea haben Kritiker geschrieben, dass meine Filme schlecht oder gefährlich sind, weshalb sie nur wenige Menschen gesehen haben. Auf Festivals hingegen konzentriert man sich auf das, was meine Filme über die Gesellschaft aussagen.“ Formal sind seine Filme großformatige, mit malerischen Bildeffekten arbeitende Erzählungen, die immer einen metaphorischen Kern beinhalten, sei es in der Bildsprache, die z.B. mit Verweisen auf Egon Schiele arbeitet, sei es in der Farbe, so in „Frühling, Sommer, Herbst, Winter…“, der dem Zyklus von Geburt, Wachstum, Verfall und Tod folgt und einen alten Mönch und seinen Schüler beobachtet, die im Wechsel der Jahreszeiten auf dem Weg zur Spiritualität und in Begegnungen mit der realen Welt, als eine Frau in ihr Leben tritt, Erfahrungen vom Verlust der Unschuld, von Liebe, Eifersucht, Obsession, Wiedergutmachung und Erleuchtung machen.

So ist „Bad Guy“ eine Reise durchs Rotlichtmilieu, wo ein Zuhälter eine Studentin zur Prostitution treibt. „Man sollte Prostituierte und Ganoven mit Respekt behandeln“, sagt Kim über diese Welt, die als Stationendrama den Niedergang des Mädchens verfolgt und sie Rache, Hass, Totschlag und Neid erleben lässt. Die Themen Schuld und Sühne sind wie in allen Filmen Kim Ki-duks auf gedanklich kühne Weise verarbeitet, so in „The Isle„, wo eine an einem See lebende junge Frau, die tagsüber fischt und sich nachts prostituiert, auf einem Hausboot einen lebensmüden Mann kennen lernt, der auf der Flucht vor der Polizei ist, weil er seine Frau und ihren Liebhaber erschoss. Die Frau, die sich um Angler und Ausflügler kümmert, rettet dem Mann mehrfach das Leben.

Kim Ki-duk wurde 1960 geboren, wuchs auf dem Land auf, verließ vorzeitig die Schule, arbeitete in einer Fabrik, war Marine-Infanterist und arbeitete in einer Kirche für Sehbehinderte. 1990 hatte der leidenschaftliche Maler das Geld für einen Flug nach Paris zusammengespart, wo er die Bilder auf der Straße verkaufte und das Kino entdeckte. So endet „Bad Guy“ mit einer Hommage an Fellinis „La Strada„, war er begeistert von „Das Schweigen der Lämmer“ und „Die Liebenden von Pont Neuf.“ Er kehrte nach Korea zurück und verfasste ein Treatment, mit dem er aus dem Stand einen Drehbuchwettbewerb der koreanischen Filmkommission gewann.

Kims provozierende und schockierende Geschichten, die visuell aufregend mit einer im asiatischen Raum ungewöhnlich freien Art von Nacktheit arbeiten und lyrische Momente abrupt in brutale Szenen münden lassen, auf grausame Art schön, sind international vielfach ausgezeichnet worden. Preisen für seine Drehbücher folgten seit seinem Debüt mit „A Crocodile“ Auszeichnungen für „Birdcage Inn“ (World Cinema Award, Noosa Festival 1998), „The Isle“ (Venedig 2000, Netpac Award, Brüssel 2000: Bester Film, Sundance 2001: World Cinema Award). Auf der Berlinale 2004 gewann „Samaria“ den Silbernen Bären für die beste Regie. Noch im selben Jahr erhielt er In Venedig den Silbenen Löwen für „Bin jip“ und 2005 ist er mit „Hwal“ in Cannes wieder mit dabei.

Kim Ki-duk über seine Filme, die er als Teile eines Gesamtwerks versteht: „Ich will Zuschauer entführen und in meine Welt werfen.“

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