Kevin Smith

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
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Leben & Werk

Schräge Slacker-Satiren und Komödien um Verlierer-Typen aus New Jersey, wo er aufwuchs und lebt, machen das Universum von Regisseur Kevin Smith aus, der damit Preise in Sundance und Cannes gewann und Weltstar Ben Affleck entdeckte. Smith gilt als wichtiger Independent-Regisseur, der mit seiner New-Jersey-Trilogie („Clerks“, „Mallrats„, „Chasing Amy„) den Slacker-Filmen um den Tag abhängende pseudophilosophische Quatschköpfe neues Leben einhauchte, indem er den ganz gewöhnlichen Wahnsinn dieser Welt zeichnet.

Aus Banalitäten zwischen Straße, Diner und dem geliebten Einkaufszentrum, das als Lebens- und Konsumort dient, werden bei Smith überspitzte Alltagssituationen, in denen sich seine Helden zwischen witzigen Verrücktheiten und unmöglichen Liebeskonstellationen wiederfinden und verlieren.

Alle Filme von Smith sind geprägt von überlangen Dialogen und beinahe Endlosschleifen komplizierter Geschwätzigkeit, welche aber stets ironisch gebrochen wird. Mit „Dogma“ verließ Smith das realistische Terrain und wagte eine satirische Fantasy, die ihm Ärger mit religiösen Fundamentalisten einbrachte: Zwei gefallene Engel (Affleck und Matt Damon) verirren sich auf der Suche nach Rückkehr in den Himmel im Glaubensdschungel und führen beinahe den Weltuntergang herbei, was in letzter Minute durch Gott in Frauengestalt (Sängerin Alanis Morisette) verhindert wird.

Zum Markenzeichen der Smith-Filme wurden der von ihm selbst gespielte Silent Bob und dessen Kumpel Jay (Jason Mewes): Der eine ist klein und dick, hat immer ein umgedrehtes Baseball-Cap auf dem Kopf und sagt pro Film nur ein Mal etwas, dann aber richtig, der andere ist lang und dünn, trägt immer eine Wollmütze und labert pausenlos. Sie treten immer paarweise auf, sind ständig high, in „Dogma“ falsche Propheten und werden in „Jay & Silent Bob schlagen zurück“ zu Hauptfiguren, die auf einen Road Trip nach Hollywood gehen, wo sie die Filmwelt aufmischen und u.a. vier statt drei Charlie’s Angels sehen. Sie tauchen auch im urkomischen Drogen-Clip „Because I Got High“ von Afroman auf, wo sie dem dauerbekifften Helden mit Joints beistehen.

Für die (Familien-)Komödie „Jersey Girl“ arbeitete Smith erneut mit Ben Affleck zusammen, erkundete aber erstmals ein Genreterrain außerhalb seiner K/Comic-Welt.

Smith, 1970 in Red Bank, New Jersey, geboren, finanzierte den Erstling „Clerks“ mit 27.000 Dollar aus dem Verkauf seiner geliebten Comic-Book-Sammlung, was in „Chasing Amy“ zum Thema auf einer Comic-Börse wird und weitere Folgen hatte: Auf der DVD „Mutanten, Monster und Helden“ sprach Smith im Mai 2002 rund 90 Minuten mit der 79-jährigen Zeichnerlegende und „Spider-Man“-Vater Stan Lee und bewies informativ und unterhaltsam seine profunden Comic-Kenntnisse. Smith schrieb etwa auch eine Drehbuchfassung für den lange geplanten, neuen „Superman“-Film. Mit seiner Firma View Askew produziert er seine Filme auch selbst.

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