Kevin Bacon spielte im Lauf seiner Karriere in unzähligen Nebenrollen und zog selbst bei kürzesten Auftritten das Publikum in seinen Bann.

Kevin Bacon festigt seinen Ruf als Charakterdarsteller Bild: Warner

Jetzt scheint Kevin Bacon („Mystic River„), der bei bisherigen Oscar-Nominierungen regelmäßig übergangen wurde, endlich der ganz große Wurf gelungen zu sein. Zu verdanken hat er das ausgerechnet einer Rolle, die ohne Übertreibung als heißes Eisen bezeichnet werden darf.

In dem Drama „The Woodsman“ spielt Bacon einen Pädophilen, der für sein Verlangen nach minderjährigen Mädchen eine zwölfjährige Gefängisstrafe verbüßt. Nach seiner Entlassung versucht er, sich in seiner Heimatstadt ein neues Leben aufzubauen. Das Drama, bei dem die Kinodebütantin Nicole Kassell Regie führte, wurde erstmals auf dem Sundance Filmfestival gezeigt. Dabei löste Bacons Performance sowohl bei den Kritikern als auch dem Publikum wahre Begeisterungsstürme aus.

Mut bei der Rollenwahl

Bacon, der schon in Filmen wie „Murder in the First“ und „Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt“ überzeugte, hat laut Presse eine der besten Leistungen seiner Karriere hingelegt. Zwar hatte der Schauspieler schon als sadistischer Gefängniswärter im Drama „Sleepers“ mit der Pädophilie-Thematik zu tun. Trotzdem war der 45-Jährige „sehr nervös“, als er sich für oder gegen den Part entscheiden sollte.

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Vielleicht, um kein Risiko einzugehen, ist der zweifache Vater in „The Woodsman“ nicht nur als Schauspieler, sondern auch als ausführender Produzent mit von der Partie. Ebenso dürfte die Tatsache, dass Bacons Ehefrau Kyra Sedgwick („Phenomenon„) im Film seine neue, volljährige Freundin spielt, die Entscheidung erleichtert haben. Nach dem überbordenden Lob in Park City dürfen Filmfans gespannt abwarten, ob Bacons darstellerische Leistung bei den Oscar-Nominierungen Ende Januar berücksichtigt wird.

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