Karin Gregorek

Schauspieler
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Leben & Werk

Deutsche Schauspielerin. Renommiert in Film, Fernsehen und auf der Bühne, hat sich Karin Gregorek in über 100 Filmen als Nebendarstellerin vielschichtiger Frauencharaktere mit natürlicher, minimalistischer Darstellung eingeprägt. Gregorek spielte in den Gegenwartsfilmen der Defa in der DDR als unabhängige junge Frau mit fast allen namhaften Regisseuren, wurde für die herausragende Studie der spröden Oberschwester Walburga, die mit hoch gezogener Augenbraue ein Lungensanatorium in „Einer des anderen Last“ (1987) regiert, ausgezeichnet. Nach der Wiedervereinigung wechselte sie zum Fernsehen, war in Serien und Mehrteilern zu sehen. In der Comedy-Serie „Mama ist unmöglich“ (1997-99) war Gregorek die zickige Nachbarin, in der Kleinstadt-Serie „Um Himmels Willen“ (seit 2001) wurde sie populär als Schwester Felizitas, die als Klostervorsteherin und später als Leiterin einer Beratungsstelle, viele Probleme nach der Einnahme von Kräuterlikör löst.

Karin Gregorek wurde 1941 in Wendorf in Mecklenburg als Tochter einer polnischen Schnitterin geboren. Nach dem Schulabschluss studierte sie von 1961-1963 an der Schauspielschule Berlin-Schöneweide und machte 1964 ihr Diplom an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Gregorek begann ihre Theaterlaufbahn in Altenberg, Dessau und Erfurt und gehörte ab 1969 dem Berliner Maxim-Gorki-Theater an, wo sie in klassischen und modernen Rollen brillierte. Berühmt wurde ihre Frau von Stein in dem Ein-Personen-Stück „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ von Peter Hacks, dessen langjährige Geliebte sie war. Sie spielte die Frau von Stein über hundert Mal auf der Bühne, 1976 auch in der Fernsehfassung.

Ihre Filmkarriere nahm Gregorek nach zwei Kurzauftritten 1963 ab 1969 in Horst Seemanns „Zeit zu leben“ (als Blumenverkäuferin) in Angriff. Sie spielte unter der Regie von Kurt Maetzig, Roland Gräf, Horst E. Brandt und mehrfach unter Lothar Warneke, mit dem sie als Krankenschwester in „Dr. med. Sommer II“ (1970), Wissenschaftlerin in „Leben mit Uwe“ (1974), Frau Weidig, Gattin des revolutionären Pfarrers im Georg-Büchner-Biopic „Addio, piccola mia“ (1979), und „Einer trage des anderen Last“ arbeitete. In Heiner Carows „Ikarus“ (1975) war sie die Mutter, die für ihren Sohn kaum Verständnis aufbringt, in Peter Kahanes „Die Beteiligten“ (1989) die in einen undurchsichtigen Autounfall verwickelte Stadträtin, in Bernhard Wickis Verfilmung von Alfred Anderschs Roman „Sansibar“ (1987) die Mutter des Schiffsjungen, der die Ernst-Barlach-Skulptur rettet. Gregorek überzeugte in Mutterrollen, als Ärztin, Richterin, Gräfin, Lehrerin, Direktorin oder Terroristin (Brandts Verfilmung von Franz-Josef Degenhardts Roman „Brandstellen“, 1978).

Nach der Wende sah man Karin Gregorek als Stiefmutter von August Diehl in Hans-Christian Schmids Paranoia-Thriller „23“ (1998) und als Gefängniswärterin in Kahanes „Bis zum Horizont“ (1999). Im Fernsehen trat sie in Reihen („Tatort“, „Polizeiruf 110“), Mehrteilern („Die Bertinis“, „Jahrestage“) und Serien („Wolffs Revier“, „Der Bulle von Tölz“, „Tierarzt Dr. Engel“, „Edel & Starck“, „Ein starkes Team“, „Unser Charly“) auf. In Andreas Dresens „Raus aus der Haut“ (1997) spielte sie eine Lehrerin in dem DDR-Gymnasium, dessen Direktor entführt wird.

Für „Einer trage des anderen Last“ war Karin Gregorek für den 1. Europäischen Filmpreis 1988 nominiert und wurde 1988 auf dem 5. Nationalen Filmfestival der DDR in Karl-Marx-Stadt als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

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