Juliette Gréco

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Leben & Werk

Juliette Gréco, „Die Schwarze Rose von St. Germain“, ist Lifestyle-Vorbild, Stil-Blüte und eine der Größten in Sachen Chanson.

„Ich habe immer unheimlich viel Arbeit. Manchmal denke ich, ich muss einfach mal nichts tun, sitzen bleiben, sonst bin ich die ganze Zeit in Bewegung, ich bin absolut rastlos.“

Seit rund 54 Jahren steht La Gréco auf der Bühne. Unermüdlich tourt sie durch Europa, gehört zum französischen Kulturgut wie Eiffelturm oder Molière. Man spricht sogar schon vom Gréco-Mythos, von einer Chansonlegende.

Stets in Schwarz gekleidet, edel, kühl. Mit rauer, dunkler Stimme trägt sie ihre überwiegend melancholischen Chansons vor.

Ihre Wurzeln sind tief im Existentialismus verankert. Die Intellektuellenkreise um Sartre und Beauvoir im Paris der Nachkriegszeit erkoren sie zu ihrer Muse.

„Das ist eine Schule des Lebens, der Existentialismus, das hat mich Verantwortung gelehrt, das hat mich Würde gelehrt, das sind Prinzipien, die in meinem Leben heute noch gültig sind - absolut.“

Am 7. Februar 1927 wurde Juliette Gréco im südfranzösischen Montpellier geboren. Aufgewachsen ist sie zusammen mit ihrer älteren Schwester Charlotte zunächst bei den Großeltern, da der Vater Frau und Kinder früh hat sitzen lassen. Mit zehn Jahren zog sie zusammen mit Schwester und Mutter nach Paris. 1943 wurde die Mutter, eine aktive Kämpferin in der Résistance, verhaftet. Juliette Gréco fand bei ihrer ehemaligen Lehrerin Hélène Duc Unterschlupf, die im Pariser Intellektuellenviertel Saint-Germain-des Prés wohnte. Dort wurde ihr klar, dass sie eine künstlerische Laufbahn anstreben wollte, bewarb sich am Konservatorium, wurde abgelehnt, gab jedoch nicht auf. Bei Solange Sicard nahm sie privaten Schauspielunterricht und brachte es so zu einem Engagement an der renommierten Comédie-Française.

Sie schloss Bekanntschaft mit Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Albert Camus und Anne-Marie Cazalis, die ihre Filmkarriere ins Rollen brachte. Ein besonders enges Verhältnis unterhielt sie zu Boris Vian und Miles Davis.

Dank Cazalis‘ Vermittlung erhielt Gréco eine Rolle in Alexandre Astrucs „Ulysse ou les mauvaises rencontres“ (1949). Zwar kam der Film nie zur Aufführung, doch der Grundstein ihrer Schauspiel- und Gesangskarriere war gelegt. Bald darauf kam von Universalgenie Jean Cocteau die Anfrage, ob sie nicht in seiner modernen Version des Mythos von Orpheus und Eurydike, „Orphée“ (1949), spielen wolle. Mit seiner existentialistischen Philosophie wurde der Film zu einem der populärsten europäischen Filme für das Kunstkino der Nachkriegszeit.

Rasch wurde Gréco zum gefeierten Star unter den Existentialisten, die sich allabendlich in angesagten Clubs trafen. Und in einem dieser Clubs trat sie auch auf Drängen ihrer Freunde zum ersten Mal als Sängerin auf. Sartre, Prévert und Gainsbourg schrieben ihre Lieder. Chansons wie „Parlez-moi d’amour“, „Bonjour, tristesse“ oder „Paris Canaille“ machten sie zum Star. Als Sängerin und Schauspielerin zählt sie zu Frankreichs erfolgreichsten Künstlerinnen. Bis heute.

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