Julien Boisselier

Schauspieler
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Leben & Werk

Französischer Schauspieler. In der Heimat die französische Antwort auf Clive Owen genannt, hat sich Julien Boisselier als vielseitiger Schauspieler in Komödien, Dramen, Horrorfilmen und Thrillern einen Namen gemacht. Er verkörperte Liebhaber, Verführer, Träumer, Polizisten, Transportfahrer, Politiker, Psychiater und Nachtwächter. Anfangs in TV-Serien, spielte er seit dem Kinofilmdebüt 2000 in rund 60 Filmen, die erste Hauptrolle übernahm er 2004, als er parallel in drei Komödien zu sehen war. 2008 wurde ihm von Produzentin Regina Ziegler und Regisseur Jo Baier in seinem ersten deutschen Film, dem Historiendrama „Henri IV“, das nach Heinrich Manns zweibändigem Roman entstand, die Titelrolle des Königs anvertraut. Boisselier sieht in Henri IV, dessen Schicksal von 1563 über die Bartholomäusnacht bis zum Tod erzählt wird, eine Persönlichkeit, die ihm nah steht, und für sich eine große Verantwortung für die Gestaltung von Geschichte.

Julien Boisselier wurde 1970 in Nantes, wo er seine Jugend verbrachte, als Sohn eines Discothekenbetreibers und einer Hausfrau geboren. Wegen seiner krankhaften Schüchternheit begann er mit 19 Jahren ein Praktikum an einem Theater. 1992 ging er nach Paris, studierte am Conservatoire National rue Blanche und stand 1993 unter der Regie von Sylvie Testud erstmals auf der Bühne. Ab 1996 übernahm er Rollen in Fernsehserien („Dans un grand vent de fleurs“), seine erste Spielfilmrolle wurde der abtrünnige Psychiater in der Behinderten-Satire „Nationale 7 - Uneasy Riders“ (2000).

Boisselier stand neben Vater und Sohn Depardieu im Drama „Liebe deinen Vater“ (2000) vor der Kamera, arbeitete mit jungen französischen Regisseuren wie Renaud Cohen („Wenn wir erwachsen sind“, 2001) und war 2004 in den drei Komödien „Clara et moi“, „Was Frauen wirklich wollen“ und „J’me sens pas belle“, jeweils als Verführer mit sympathischen Schwächen zu sehen. Er spielte in den Horrorkomödien „Bloody Mallory“ (2002) und „Vampire Party“ (2008, als Playboy) und sang in der Romanze „On va s’aimer“ (2006) drei Chansons. In den Krimis und Thrillern „Cash Truck“ (2005, Fahrer eines Geldtransporters), „Cortex“ (2008, Sohn des Kriminalbeamten André Dussolier), „Les Gardiens de l’ordre“ (2008, Nachwächter an der Seite von Cécile de France) und „Cosmétique de l’ennemi“ (2008), weitete er sein Repertoire aus.

Vor „Henri IV“ verkörperte Boisselier eine andere politische Persönlichkeit, war im TV-Zweiteiler „Charles de Gaulle - Ich bin Frankreich“ (2006) der an der Befreiung von Paris beteiligte Résistance-Kämpfer, Bürgermeister von Bordeaux, Abgeordnete und Ministerpräsident Jacques Chaban-Delmas. Im Spionage-Action-Drama „Femmes de l’ombre - Female Agents“ (2008), ist Boisselier als Bruder von Sophie Marceau, mit Undercover-Missionen erneut im Widerstand tätig.

Boisselier wurde 2005 für „Clara et moi“ mit dem Etoile d’Or und 2007 für den „Des fleurs pour Algernon“ auf dem Monte Carlo TV Festival mit der Goldenen Nymphe als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. 2007 wurde er mit dem César als Bester Nachwuchsschauspieler im Familiendrama „Keine Sorge, mir geht’s gut„, wo er den in Mélanie Laurent verliebten „Frosch“ Thomas spielt, geehrt.

Boisselier lebt mit Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglorious Bastards“) zusammen, die ihm ihren eigenen César als Beste Nachwuchsschauspielerin in „Keine Sorge…“ widmete. In ihrem Kurzfilm „De moins en moins“ (2008) spielt er einen Arzt.

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