Delpy lästert über Tarantinos Machofilme

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Die einen verehren ihn, die anderen hassen ihn.

Kann in Quentins Filmen nichts Kultiges sehen: Julie Delpy Bild: Kurt Krieger

Wenn es um die Werke von Quentin Tarantino geht, können die meisten Filmfans nicht einfach neutral bleiben. So auch Julie Delpy: Sie kann die Arbeiten des Kultregisseurs, der Filme wie „Pulp Fiction“ und neuerdings „Death Proof“ gedreht hat, absolut nicht leiden. „Ich hasse Filme, in denen Frauen wie Dreck behandelt werden“, zischt die 37-Jährige.

„Am meisten nerven mich diese Tarantino-Geschichten über Frauen, die erst zusammengeschlagen, dann getötet und am Schluss in Stücke zerhackt werden.“ Daraus kann die zauberhafte Französin aus „Before Sunset“ nur eine Schlussfolgerung ziehen: „Wer solche Filme macht, hat den Verstand eines Zwölfjährigen. Ich würde mich nie zum Fantasiegeschöpf einer solchen Person machen.“

Kranke Frauenpower?

Andere Damen haben damit kein Problem: Uma Thurman bekam in Tarantinos „Kill Bill„-Filmen durchaus eine emanzipierte Rolle – zumindest auf den ersten Blick. Denn wenn man bedenkt, dass Uma ebenfalls munter ihre Feinde beiderlei Geschlechts verstümmelte und quälte, drängt sich eher das Bild einer Psychopathin auf als das einer Emanze.

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Und so werden Quentin und Julie wohl nie zueinanderfinden, wenn’s ums Filmemachen geht. Aber genau so werden sie auch weiterhin verschiedene Arten von Filmfans begeistern: die einen mit Tarantinos Metzel-Partys und die anderen mit Delpys intelligenten Beziehungsfilmen à la „2 Tage Paris„.

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