Skandal um die Biennale in Venedig

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Die Kirchenschwestern führen ein unbarmherziges Regiment

Das letzte Champagnerglas war noch nicht geleert, da verwandelte sich der große Triumph in einen handfesten Skandal: Der britische Regisseur Peter Mullan schildert in seinem „Magdalene Sisters“ das Leiden junger Mädchen in einem katholischen Erziehungsheim - und das derart kunstvoll und eindringlich, dass ihn die Jury der 59. Filmfestspiele in Venedig dafür mit dem Goldenen Löwen für den besten Film auszeichnete.

Doch im Vatikan gehen die Wächter der abendländischen Moral deswegen auf die Barrikaden: Der Film sei „historisch nicht korrekt“. Die Jury der Biennale setze mit dieser Entscheidung ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel und riskiere den Status der gesamten Festspiele.

Mullan wies diese Drohung zurück: Nicht der Film sei ein Skandal, sondern das, was die katholische Kirche in Irland getan hat. Auch Festival-Direktor Moritz de Hadeln schloss sich Mullans Meinung an: Schon die Boxofficezahlen von „Magdalene Sisters“ zeigten, dass das italienische Kinopublikum genauso denke.

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Der Film stellt dar, wie ein katholisches Konvent auf die schiefe Bahn geratene Mädchen und Frauen mit höchst zweifelhaften Methoden „wieder auf den rechten Weg bringt.“

Die wichtigsten Preisträger der 59. Biennale in Venedig:

Goldener Löwe für den besten Film:

Magdalene Sisters“ (Peter Mullan)

Großer Preis der Jury:

Dom durakov - La maison de fous“ (Andrei Konchalovsky)

Sonderpreis Regie:Lee Chang-dong für „Oasis“

Preis für eine herausragende persönliche Leistung:

Ed Lachman für die Kameraarbeit in „Far from Heaven“ (Todd Haynes)

Coppa Volpi für den besten Darsteller:

Stefano Accorsi

Coppa Volpi für die beste Darstellerin:

Julianne Moore

Marcello Mastroianni„-Preis für die beste JungdarstellerIn:

Moon So-ri

Keine Auszeichnungen gab es für die deutschen Beiträge „Nackt“ und „Führer Ex„. Auch der US-Blockbuster „Road to Perdition“ mit Tom Hanks und Paul Newman ging überraschend leer aus.

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