Der knapp dreieinhalbstündige Marathon „Winter Sleep“ des türkischen Filmemachers begeisterte die Jury.

Die Goldene Palme des ging an den türkischen Filmemacher Nuri Bilge Ceylan für seinen knapp dreieinhalbstündigen Marathon „Winter Sleep„. Der Film war auch der Favorit der internationalen Filmkritik gewesen.

Mit dem Großen Preis der Jury wurde „La meraviglie“ von der jungen Italienerin Alice Rohrwacher prämiert - eine faustdicke Überraschung. Der Film war von erst einen Tag vor Bekanntgabe des Festivalprogramms von Un Certain Regard in den Wettbewerb berufen worden.

Bester Regisseur ist der Amerikaner Bennett Miller für sein packendes Drama „Foxcatcher„.

Der Jurypreis wurde von der Jury an zwei Filme vergeben: Jean-Luc Godards Abschiedsfilm „Adieu au langage“ und Xavier DolansMommy„. Damit zeichnete die Jury den ältesten und den jüngsten Regisseur des Festivals aus. Godard ist 83, Dolan 25. In seiner Dankesrede merkte Dolan an, dass „Das Piano“ von Jury-Chefin Jane Campion der Film war, der ihn dazu brachte, Filmemacher zu werden und tolle Rollen für Frauen zu schreiben.

Julianne Moore überzeugt in „Maps to the Stars“

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Mit dem Preis für das beste Drehbuch wurden Regisseur Andrej Swjaginzew und Oleg Negin ausgezeichnet, die das Script für den russischen Beitrag „Leviathan“ geschrieben haben.

Den Preis für den besten Schauspieler erhielt der Brite Timothy Spall, der für seine Leistung als Titelheld in Mike LeighsMr. Turner“ seit Beginn des Festivals im Grunde auch als Favorit gegolten hatte. „Ich war oft schon eine Brautjungfer, aber noch nie eine Braut“, sagte der Schauspieler in seiner ausgesprochen langen Dankesrede, in der er auch auf seine langjährige Arbeit mit Regisseur Leigh verwies.

Zur besten Schauspielerin wurde Julianne Moore ernannt, die in David CronenbergsMaps to the Stars“ in einer Tour de Force einen alternden Hollywood-Star spielt, der verzweifelt an alte Erfolge anknüpfen will. Auch sie galt als Favoritin - neben Marion Cotillard, die zum dritten Mal in Folge in Cannes leer ausging.

Die Camera d’Or für den besten Regie-Erstling ging an „Party Girl“, den Eröffnungsfilm der Nebenreihe Un Certain Regard, der von dem Regiekollektiv Marie Amachoukeli, Claire Burger und Samuel Theis inszeniert wurde.

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