Julia Ormond

Julia Ormond

Leben & Werk

Britische Schauspielerin. Eine der international populärsten Darstellerinnen der 90er-Jahre mit „Legenden der Leidenschaft“, „Der erste Ritter“ und „Fräulein Smillas Gespür für Schnee„, und wegen ihrer klassischen Schönheit umschwärmte Schauspielerin mit hüftlangen braunen Haaren, die sie für „Sabrina“ kürzen musste, wandte sich Julia Ormond Ende des Jahrzehnts vom Hollywood-Kino ab. Sie produzierte Dokumentarfilme und meldete sich nach dem Misserfolg des russischen Großprojekts „Der Barbier von Sibirien“ und knapp zehn Jahren in Gastrollen mit mehreren Filmen zurück: In Steven Soderberghs Che-Guevara-Biopic „Guerilla“ (2008) als Journalistin Lisa Howard, in „Kitt Kittredge: An American Girl“ (2008) als Mutter von Abigail Breslin, im Thriller „Unter Kontrolle“ (2008) als Lockvogel für einen Serienkiller. In David Finchers „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ (2008), eine Verfilmung der Story von F. Scott Fitzgerald, spielt sie als Caroline mit „Legenden der Leidenschaft“-Star Brad Pitt, der als Mann Mitte 50 plötzlich wieder jünger wird.

Julia Karin Ormond wurde 1965 in Epson, Surrey, geboren, wollte Malerin werden und studierte am West Surrey College of Art and Design. Da sie die Bühne stärker anzog, studierte sie an der Webber Douglas Academy in London, wo sie 1988 ihren Abschluss machte. Sie spielte in klassischen und modernen Stücken und wurde mit dem London Drama Critics Award als Beste Nachwuchsschauspielerin (1989 ausgezeichnet. 1989 wurde das Fernsehen auf Ormond aufmerksam, als sie in Alastair Reids Mini-Serie „Traffik“ eine junge Drogenabhängige spielte, was ihr die Rollen von Zarin Katharina die Große im Zweiteiler „Die junge Katharina“ (1991), Stalins Ehefrau Nadja in „Stalin“ (1992) und die Tochter in Peter Greenaways Mittelalter-Drama „Das Baby von Macon“ (1993) einbrachte.

Mitte des Jahrzehnts wurde Julia Ormond in drei Kinoerfolgen umjubelt, in denen sie zwischen zwei Männern steht: in „Legenden der Leidenschaft“ zwischen Brad Pitt und Anthony Hopkins, in „Der erste Ritter“ zwischen Sean Connery und Richard Gere, in der Audrey-Hepburn-Rolle der zauberhaften Chauffeurstochter „Sabrina“ zwischen Harrison Ford und Greg Kinnear. Sie übernahm die Titelrolle in der Bestsellerverfilmung „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ (1996) und stand vier Monate als Amerikanerin am Zarenhof für Nikita Michalkovs Historien-Epos „Der Barbier von Sibirien“ (1999) vor der Kamera.

In der Zeit gründete Ormond ihre New Yorker Firma Indican (von „In the Can“) und wurde 1997 mit dem CableACE Award als Produzentin des Dokumentarfilms „Calling the Ghosts“ (über Kriegsverbrechen an Frauen in Serbien-Montenegro) ausgezeichnet. In „Alice Paul – Der Weg ans Licht“ (HBO 2004), das US-Debüt von Katja von Garnier, spielte sie die Suffragette Inez Milholland, in David Lynchs „Inland Empire“ die Doris Rose, und in „Ich weiß, wer mich getötet hat“ (2007) die Mutter von Lindsay Lohan. Für die Rolle der Miriam Davenport im Dokudrama „Varian Fry – Ein vergessener Held“ (2002, mit William Hurt) wurde sie 2002 mit dem Golden Satellite Award für die Beste Nebenrolle ausgezeichnet.

Julia Ormond war 1989-94 mit dem Schauspieler Rory Edwards und 1999-2008 mit dem politischen Aktivisten Jon Rubin, von dem sie eine Tochter hat, verheiratet.

Sie ist UN-Goodwill-Botschafterin für Menschenrechte und Drogenbekämpfung und stand in dieser Funktion vor Senatsauschüssen in Washington.

Das Magazin People zählte Julia Ormond 1995 zu den 50 schönsten Menschen; im Internet-Portal AskMen.com nimmt sie 2008 Platz 77 (von 99) ein.

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