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Leben & Werk

Sie mauserte sich vom Jungstar in Kinderrollen zur Charakterdarstellerin und stellte nach einigen Jahren die Filmarbeit zu Gunsten der Musik zurück. Im Kino ist Julia Hummer als trotziger Teenager, aufsässige Tochter, versponnenes Heimkind und rebellisches junges Mädchen ein markantes Gesicht mit speziellem Rollenrepertoire. Im besten Fall gibt Hummer die Zwickmühlen driftender orientierungsloser junger Frauen und deren Hoffnungen und Träume authentisch wieder, gelegentlich aber bleibt die Schnute im ewig bockigen Gesicht Pose.

Julia Hummer wurde 1980 im westfälischen Hagen geboren, brach mit 17 Jahren in der elften Klasse die Schule ab und wurde auf der Straße von einem Fotografen für das Cover des Jugendmagazins „Jetzt“ der „Süddeutschen Zeitung“ entdeckt. Dort sah Regiedebütant Sebastian Schipper das Mädchen mit dem Cowbyohut und verpflichtete sie für „Absolute Giganten“ (1999). Rollen in Sören Voigts Campingplatz-Groteske „Tolle Lage“ und unter Hans-Christian Schmid in „Crazy“ folgte die aufregend aufmuckende Terroristentochter, die in Christian PetzoldsDie innere Sicherheit“ (2000) die eigene im zermürbenden Versteckspiel im Untergrund lebende RAF-Familie verrät, um ein eigenes Leben zu gewinnen. Hummer setzte ihre Hoffnung, endlich auszubrechen, auf einen Kutter in „Northern Star“ (2003) und durfte in der Tragikomödie „Eierdiebe“ (2002) Wotan Wibke Möhring den Kopf verdrehen und nach seinem in der Pathologie verlorenen Hoden suchen. Nach einigen TV-Arbeiten verkörperte sie, wieder unter Petzolds Regie, in „Gespenster“ (2005) eine Heiminsassin, die sich als möglicherweise vor Jahren entführte Tochter einer unglücklichen Frau herausstellt.

Danach und nach einer Nebenrolle in „Stadt als Beute“ zog sich Hummer 2005 vom Filmgeschäft zurück und konzentrierte sich auf ihre Arbeit als Musikerin. Sie hatte bereits in „Northern Star“ und im Episodenfilm „99 Euro Films“ Lieder zur Gitarre beigesteuert und ihre erste Band „Sergeant Hummer“ gegründet. Mit der neuen Formation „Julia Hummer & Too Many Boys“ spielte sie 2005 ihre erste CD „Downtown Cocoluccia“ ein, wo sie zur Gitarre sehr persönlich geprägten Folkrock präsentiert.

Julia Hummer war 2001 für „Die innere Sicherheit“ für den Deutschen Filmpreis nominiert und erhielt 2001 den Günther-Strack-Fernsehpreis (für die Titelrolle in „Tatort: Die kleine Zeugin„) sowie den Lilli-Palmer-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin. Wegen ihrer jugendlichen Stimme ist Hummer als Stimme für zahlreiche Hörbücher und Hörspiele begehrt.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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