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Leben & Werk

Der Schauspieler Jürgen Heinrich zählte in der ehemaligen DDR seit Ende der 1970er-Jahre zu den bekanntesten Film- und Fernsehschauspielern. Im Westen machte ihn ab 1992 die Rolle des Berliner Kommissars Andreas Wolff in der Krimi-Reihe „Wolffs Revier“ populär.

Geboren wurde Jürgen Heinrich am 20. August 1945 in Groß Godems in Mecklenburg. Sein Vater galt als im Zweiten Weltkrieg vermisst. Gemeinsam mit seiner Mutter, die sich politisch für die Ost-CDU engagierte und 15 Jahre lang der Volkskammer der DDR angehörte, lebte Heinrich in Neustrelitz, Magdeburg und Berlin. Nach seinem Schulabschluss machte er zunächst eine Lehre als Stahlschiffsbauer. 1965 begann er ein Studium an der Theaterhochschule in Leipzig, das er 1970 abschloss. Es folgten Theater-Engagements in Halle, Zwickau und Neustrelitz. 1976 kam er für Gastrollen ans Deutsche Theater Berlin. Schon während seines Studiums begann Heinrich auch vor der Kamera zu arbeiten. Sein Debüt gab er in Egon Günthers Film „Abschied“ (1968). Mit Hauptrollen in Filmen wie Erwin Strankas „Zum Beispiel Josef“ (1974) oder Rolf Römers freizügigem Publikumserfolg „Hostess“ (1975) wurde er schnell populär. Auch im Fernsehen machte der Schauspieler Karriere und wirkte in zahlreichen Fernsehfilmen und beliebten DDR-Serien wie „Das unsichtbare Visier“ (1978), mehreren „Polizeiruf 110“-Folgen sowie „Märkische Chronik“ (1983) mit. Wegen regimekritischer Äußerungen und dem Austritt aus der SED wurden die Rollenangebote für Heinrich aber seltener und blieben schließlich aus. 1984 stellte der Schauspieler einen Ausbürgerungsantrag. 1985 durfte er mit seiner Familie die DDR verlassen. Heinrich arbeitete zunächst am Schillertheater Berlin und spielte einige Fernsehrollen, unter anderem in der Serie „Praxis Bülowbogen“. 1992 bekam er die Titelrolle in der neuen Sat1-Serie „Wolffs Revier“. Die Rolle des alleinerziehenden Berliner Hauptkommissars bedeutete für Heinrich den Durchbruch im Westen. Er spielte die Rolle bis 2006 in insgesamt 173 Folgen in 13 Staffeln. Zu seinen aktuelleren Fernseharbeiten zählen Urs Eggers hoch gelobtes Drama „An die Grenze“ (2007), das Kohl-Porträt „Der Mann aus der Pfalz“ (2009), in dem er Horst Teltschik verkörperte, sowie der Event-Zweiteiler „Die Grenze“ (2010).

Für seine Paraderolle als Hauptkommissar Wolff wurde Jürgen Heinrich 1993 mit dem Grimme-Preis geehrt. Der Schauspieler ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Tochter Katja arbeitet ebenfalls als Schauspielerin. Jürgen Heinrich lebt in Berlin. (ut)

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