Leben & Werk

Sie war eine der Vorgängerinnen von Marilyn Monroe, jedoch im komischen Fach und nicht in dem des attraktiven Sex-Stars. Judy Holliday (eig. Judith Tuvim, 1922 - 1965) spielte meist dümmliche Blondinen und naive, im Ansatz mütterliche Frauen, die eine gewisse Unschuld als Schutzschild ihrer törichten Art tragen, aber sich, wenn gefordert, durchzusetzen vermögen. Holliday debütierte nach Jahren am Theater 1949 im Film an der Seite von Katherine Hepburn und Spencer Tracy in „Ehekrieg“ und hatte ihren Durchbruch mit „Die ist nicht von gestern„, in dem sie als Dummchen vom Dienst von ihrem Macho-Lover in die Hände eines Intellektuellen (William Holden) gegeben wird, der sie gesellschaftlich schulen soll, wobei sie sich am Ende als beiden überlegen erweist. Die Rolle, allgemein als ihre beste angesehen, brachte ihr 1951 den „Oscar“. Holliday war die kurzgelockte und gutgläubige Sekretärin, die in Robert Rossens Polit-Satire „Der Mann, der herrschen wollte“ einen korrupten Politiker zu Fall bringt. Mit Jack Lemmon spielte sie in „Eine glückliche Scheidung“ ein Paar, das nach der Trennung seine Blicke auf andere Partner (Lemmon auf Kim Novak) lenkt, merkt, dass sie sich wirklich lieben, und wieder heiratet. In ihrem letzten Film „Anruf genügt - Komme ins Haus“ spielte und tanzte die zum Rundlichen neigende Schauspielerin an der Seite von Dean Martin als hilfsbereite Telefonistin unter der Regie von Vincente Minnelli. Holliday hat trotz ihres Talents nie die Beachtung gefunden, die sie verdient hätte.

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