Judith Godrèche

Schauspielerin • Regisseurin • Drehbuchautorin
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Leben & Werk

Die französische Schauspielerin Judith Godrèche begann ihre Karriere Mitte der 1980er-Jahre als Kinderdarstellerin. Seitdem hat die schöne Französin in über 30 Filmen mitgespielt.

Judith Godrèche, eigentlich Judith Goldreich, wurde am 23. März 1972 in Paris geboren. Beide Eltern arbeiteten als Psychoanalytiker. Bereits als Teenager jobbte Godrèche als Model. 1984 stand sie erstmals vor einer Filmkamera. In Nadine Trintignants „L’Été prochain“ („Die Familienpyramide“) war sie als Filmtochter von Claudia Cardinale zu sehen. Mit 14 Jahren verließ Godrèche die Schule, um ihre Schauspielkarriere voran zu bringen. Im Film „Les mendiants“ (1988) von Benoît Jacquot spielte die junge Pariserin als Catherine ihre erste größere Rolle. Im Anschluss zog sie mit dem Regisseur zusammen. Ende der 1980er spielte sie in Alexandre Rockwells „Sons“ die junge Florence und hatte in Charlotte Brandströms Drama „Un été d’orages“ (beide 1989) ihre erste Kino-Hauptrolle. Die weibliche Hauptrolle in Jacques Doillons Dreiecksgeschichte „Eine Frau mit 15“ (1989) bedeutete für Godrèche den endgültigen Durchbruch. 1990 drehte sie erneut unter der Regie von Benoît Jacquot und erntete für ihre Darstellung der jungen Beth in seinem Film „La désenchantée“ („Die Entzauberte“) höchstes Kritikerlob. In den 1990er-Jahren folgten weitere vielbeachtete Filme, darunter Olivier Assayas düsteres Beziehungsdrama „Paris erwacht“ (1991), Benoît Jacquots Jorge-Luis-Borges-Verfilmung „Emma Zunz“ (1992) und Sophie Fillières‘ Tragikomödie „Große Kleine“ (1994). In Patrice Lecontes international erfolgreichem Kostümfilm „Ridicule – Von der Lächerlichkeit des Scheins“ (1996) glänzte Judith Godrèche als selbstbewusste Mathilde de Bellegarde. Der Film erhielt zahlreiche Preise, darunter den französischen Filmpreis César und war in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ für den Oscar nominiert. In der internationalen Koproduktion „Der Mann in der eisernen Maske“ (1998) durfte die Französin anschließend neben Hollywood-Superstar Leonardo DiCaprio vor der Kamera stehen. Mit Ariel Zeitouns lockerer Komödie „Bimboland“ mit Gérard Depardieu und Phil Jonous autobiographischer Geschichte „Entropy“ (1999) folgten zwei weitere erfolgreiche Filme , in denen Judith Godrèche jeweils Hauptrollen spielte. Für ihre Rolle als schüchterne Anne Sophie in Cédric Klapischs Komödien-Erfolg „L’Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr“ (2002) war sie sogar in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ für einen César nominiert. Das gleiche gelang ihr für die Rolle der sexy Moderatorin Estelle in der Komödie „France boutique“ (2003) von Tonie Marshall. 2009 spielte die zierliche Französin in der deutsch-südafrikanischen Koproduktion „Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika“ die Fotografin Thérèse Bourdin. 2010 stellte Judith Godrèche mit „Toutes les filles pleurent“ ihr Regiedebüt vor. In dem Film spielte sie außerdem die Hauptrolle und arbeitete am Drehbuch mit. Ihr komödiantisches Talent konnte sie einmal mehr in der Filmkomödie „Potiche“ („Das Schmuckstück“) neben Catherine Deneuve unter Beweis stellen. In den USA hat die Französin ihre erste Serienrolle übernommen. Seit 2012 ist sie in der amerikanischen Serie „Royal Pains“ als Claudette Von Jurgens zu sehen.

Für ihre Darstellung der Beth in dem Spielfilm „Die Entzauberte“ war Judith Godrèche 1991 als „Beste Nachwuchsdarstellerin“ für den französischen Filmpreis César nominiert. Für ihre Rollen in „L’Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr“ und „France boutique“ war sie 2003 und 2004 jeweils in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ nominiert. Die Schauspielerin war in jungen Jahren mit dem wesentlich älteren Regisseur Benoît Jacquot liiert. Später heiratete sie den Comedian und Schauspieler Dany Boon, mit dem sie einen Sohn, Noé, hat. Seit 2004 lebt sie mit dem Schauspieler Maurice Barthélemy zusammen. 2005 kam die gemeinsame Tochter Tess zur Welt.

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