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Juan Diego Botto

Schauspieler • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Argentinischer Schauspieler. In Argentinien geboren, ist Juan Diego Botto vor allem in spanischen und spanischsprachigen Filmen gesuchter Charakterdarsteller, der als verwirrter Teenager, Polizist, Journalist, Priester und Anarchist seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt hat. Für seine Theatergruppe schrieb er eigene Stücke, sein „Hamlet“ gehörte zu den gefeierten Bühnenereignissen. Botto stand in unabhängigen Filmproduktionen und TV-Serien vor der Kamera und war in knapp 50 Filmen zu sehen. Zu den internationalen Arbeiten gehören der Politthriller „Der Obrist und die Tänzerin“ (2002), wo er den Polizisten Sucre, Partner des Polizeioffiziers Agustin (Javier Bardem) spielt, und der Titelheld in „Die Frau des Anarchisten“ (2008), wo er im Spanischen Bürgerkrieg gegen Francos Truppen kämpft, im KZ landet, flieht und in der Résistance kämpft.

Juan Diego Botto wurde 1975 in Buenos Aires geboren. Als sein Vater während der Regierung der Militärjunta verschwand, musste er mit der Mutter und der Schwester Argentinien verlassen und nach Spanien emigrieren. Seine Mutter Cristina Rota fand Arbeit als Schauspiellehrerin in Madrid und beeinflusste ihn in der Wahl seines künftigen Berufs. Mit fünf Jahren stand er erstmals vor einer Filmkamera. Mit fünfzehn studierte er in der Akademie der Mutter und beendete seine Ausbildung am HB Studio in New York. In dieser Zeit spielte er bereits als Felipe, stummer Diener von Zorro in der CBS-Serie „Zorro - Der schwarze Rächer“ (87 Folgen 1990-1993) und als Sohn von Christoph Columbus (Gérard Depardieu) in Ridley Scotts Epos „1492 - Eroberung des Paradieses“ (1992).

Botto arbeitete mit Regisseur Montxo Armendariz („Treffpunkt Kronen-Bar“, 1995) und machte in Adolfo Aristarains „Martin (hache)“ (1995) als Sohn eines Filmregisseurs, der dem Sohn ablehnend gegenüber steht, auf sich aufmerksam. Später war er Journalist, der in Aristarains „Roma“ (2004) das Leben des Vaters recherchiert. Sein Durchbruch in Spanien wurde der junge Homosexuelle, der sich in „Sobreviviré“ (1999) in eine heterosexuelle Journalistin (Emma Suarez) verliebt. Botto gehörte zum Trio Kleinkrimineller, das in „Asfalto - Kalter Asphalt“ (2000) an einem Drogencoup scheitert, und wurde im Horrorfilm „Wenn die Glocke 13 schlägt“ (2002) von Dämonen heimgesucht. Eine seiner gefeierten Filmrollen war der verwirrte Miguel, der in „Obaba“ (2005) in einem abgelegenen baskischen Bergdorf lebt und mit einer Journalistin konfrontiert wird. Er wirkte in Luis Llosas Politthriller „Der Tod der Bestie“ (2005), der um das Leben eines Diktators der Dominikanischen Republik kreist, mit und war im Sozialthriller „Bordertown“ (2006), in dem es um die Aufklärung von Massenmorden an mexikanischen Fabrikarbeiterinnen geht, an der Seite von Jennifer Lopez zu sehen.

Für das Fernsehen war Botto im Historienfilm „Augustus - Mein Vater, der Kaiser“ (2003) der Iullus Antonius, und im Biopic „El Greco“ (2007) der Priester, der sich in den Maler verliebt. Politisch engagiert, führte er die Regie einer Episode des Omnibusfilms „!Hay Motivo!“ (2005; Kommentare von 33 Regisseuren zum Weltgeschehen) und schrieb das Drehbuch zum Anti-Irak-Krieg-Drama „Viel Theater um George W. Bush“ (2003).

Juan Diego Botto lebt mit Journalistin Olga Rodriguez in Madrid.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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    Die deutsch-spanisch-französische Koproduktion „Die Frau des Anarchisten“ hat den „Bernhard Wicki Filmpreis Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films“ erhalten. Die mit 10.000 dotierte Auszeichnung wurde am Donnerstag auf dem Filmfest München verliehen. Das Regie-Ehepaar Marie Noelle und Peter Sehr („Love the Hard Way“) hat eine Liebesgeschichte aus der Zeit des spanischen Bürgerkriegs und der Franco-Diktatur...

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