„Bitte nicht Ben Affleck!“

Bekommt Gegenwind wegen seiner Batman-Zusage: Ben Affleck Bild: Kurt Krieger

So äußern sich viele Batman-Fans, seit bekannt wurde, dass der Hollywood-Superstar in der „Man of Steel„-Fortsetzung „Batman vs. Superman“ die Nachfolge von „Dark Knight„-Star Christian Bale in der Rolle des dunklen Rächers von Gotham antreten wird.

Bei einigen Hardcore-Comicfans geht das gleich soweit, dass sie Petitionen gegen Ben Affleck einreichen. Eine richtet sich an das zuständige Filmstudio Warner, sie wurde bisher von 18.000 Menschen unterzeichnet. Der Wortlaut:

„Ben Afflecks schauspielerische Fähigkeiten reichen nicht annähernd aus, um Bruce Wayne glaubwürdig darzustellen, und er wird dieser Rolle nicht gerecht. Er hat nicht die Statur und ist nicht furchteinflößend genug für den Part des Batman. Seine Darstellung von Daredevil war grauenhaft und er ist nicht ansatzweise ein Action-Star. Bitte nehmen Sie jemand anderen.“

Noch einen Schritt weiter geht eine Petition, die direkt ans Weiße Haus gerichtet wurde. Sie fordert ein Gesetz, das die Besetzung von Ben Affleck verbietet und unter Strafverfolgung stellt. Damit verletzte die Eingabe allerdings die Bedingungen für die Zulässigkeit von Petitionen, sodass sie von der Webseite des Weißen Hauses entfernt wurde.

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Wäre sie zugelassen worden, hätte sich US-Präsident Barack Obama ab einer Unterschriftenzahl von 10.000 Menschen, die sicherlich erreicht worden wäre, persönlich zu dem geforderten Gesetz äußern müssen. Auch in dieser Petition wurde „Daredevil“ als Negativbeispiel und Grund für das Verbot angegeben.

Affleck war dritte Wahl

Tatsächlich gehört Afflecks erster Auftritt als Comic-Held im Film von 2003 nicht gerade zu den Highlights seiner Karriere, wie der Star selbst offen zugibt. Allerdings sind seitdem einige Jahre ins Land gezogen, in denen Affleck seine darstellerischen Fähigkeiten deutlich verfeinert hat.

Inzwischen bereitet sich Affleck auch schon mit vollem Einsatz auf seinen Batman-Auftritt vor: Er verbringt täglich zwei Stunden mit Gewichte stemmen, um zumindest das Argument der mangelnden physischen Eignung zu entkräften. Dies wird er fortsetzen, bis die Dreharbeiten beginnen, was frühestens in knapp einem Jahr der Fall sein dürfte. Bis dahin sollte sich Affleck locker einen Batmanwürdigen Oberkörper antrainiert haben.

Zudem hat Affleck zwei Regieprojekte abgesagt, um sich optimal auf „Batman vs. Superman“ vorbereiten zu können: Das US-Remake von Guillaume Canets Thriller „Kein Sterbenswort“ lässt er ebenso fallen wie die Stephen King-Verfilmung „The Stand - Das letzte Gefecht“.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass Affleck nicht nur in der „Man of Steel“-Fortsetzung Batman spielen wird, sondern auch in weiteren Filmen um den Dunklen Rächer. Angeblich soll er auch für die Regie des geplanten Superhelden-Team-Spektakels „Justice League“ vorgesehen sein.

Die Fortsetzungspläne waren übrigens auch der Grund, warum Affleck den Zuschlag erhielt. Denn für den Filmriesen Warner waren eigentlich, wie Gerüchte vermeldet hatten, tatsächlich Ryan Gosling und Josh Brolin die Favoriten gewesen. Doch mit Brolin konnte man sich nicht auf die Vertragsbedingungen einigen und Ryan Gosling wollte nicht gleich für mehrere Filme zusagen.

Deshalb wandte sich Regisseur Zack Snyder anschließend an Ben Affleck, der sich von der Story zu „Batman vs. Superman“ und dem Titelhelden sofort begeistert zeigte. Die Verhandlungen waren dabei so geheim, dass selbst einige Warner-Entscheider davon erst erfuhren, als der Deal mit Affleck schon stand.

Während die Fans Ben Affleck nun nicht gerade als neuen Batman feiern, gibt’s Zuspruch von einem Vorgänger: Val Kilmer, Star aus „Batman Forever“ twittert: „Gebt Ben Affleck eine Chance“. Und Joss Whedon, der bei der Konkurrenz von Marvel die „Avengers“ verantwortet, schreibt: „Affleck wird der Hammer sein!“

Ob das stimmt oder ob die Affleck-Gegner Recht behalten, das gibt’s ab 17. Juli 2015 im Kino zu erleben, wenn „Batman vs. Superman“ startet.

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