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Joss Whedon zu "Firefly 2"

Ehemalige BEM-Accounts  

Eigentlich egal, womit sich Joss Whedon beschäftigt. Die Fans des gerade nicht beackerten Filmfelds werden immer enttäuscht sein. Selbert schuld: Was macht der Mann auch so kultverdächtige Sachen.

Abertausende Fans würden die "Serenity" gerne wieder fliegen sehen - und auch dafür spenden Bild: Fox

Jetzt hat’s doch tatsächlich eine Kultserie geschafft, mittels Crowdfunding den Weg zurück auf die Leinwand zu finden – und dann sogar gleich auf die große. Die Rede ist von „Veronica Mars„, einer TV-Serie, die drei Staffeln lang Titelheldin Kristen Bell auf ihrem Weg von der Highschool zum College begleitete und sie dabei als Amateurdetektivin Fälle verschiedenster Couleur lösen ließ. Satte drei Millionen Dollar wurden dafür innerhalb weniger Stunden eingesammelt – bei echten Fans sitzt die Börse offenbar locker, wenn’s um eine Reanimation ihrer Helden geht.

Da wittern natürlich gleich die Bewohner eines ganz anderen Fan-Universums Morgenluft: Dem von „Firefly„, resp. „Serenity“ – Joss Whedons spektakulärer Kreuzung aus Pionier-Western und Science-Fiction, der nach nur einer Staffel – und später einem grandiosen Kinofilm – ein beklagenswert kurzes Leben beschert war. Denn wenn es nach Anzahl und Begeisterungsgrad der „Serenity“-Anhänger ginge, könnte der Regisseur mittels Crowdfunding wohl nicht nur einen neuen Film drehen – er könnte das Schmuggler-Raumschiff bauen.

Doch darauf angesprochen, äußert sich Whedon eher zurückhaltend. Denn der hat ein echtes Luxusproblem: Fast alle seiner Projekte waren so erfolgreich, dass sofort Fankreise darum wucherten und lauthals nach mehr schrien. Das war so bei den „Avengers„, aber auch bei seinen früheren Projekten wie den skurrilen Webisoden des liebenswerten Superschurken „Dr. Horrible“ oder ganz zu schwiegen von seiner Dämonenjägerin „Buffy“.

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Alles eine Frage der Zeit

Im Interview äußerte er sich jetzt zwar überrascht von der Power des Crowdfunding, aber was die Erneuerung der Flugerlaubnis für die Serenity betrifft auch erschreckend unenthusiastisch – oder zumindest niederschmetternd pragmatisch. „Mein stärkstes Gefühl, als ich darüber gelesen habe, war Furcht. Mir war natürlich klar, was die Gemüter der Fans jetzt beschäftigen würde. Ich habe auch immer gesagt, dass ich wahnsinnig gerne noch einen Film mit der Mannschaft machen würde – und so ist das auch. Es ist aber auch so, dass Marvel mich für die nächste drei Jahre fest gebucht hat und ich es deshalb nicht mal geschafft habe, „Dr. Horrible 2“ auf die Reihe zu kriegen. In ein paar Jahren, wenn Nathan Fillion nicht mehr in „Castle“ spielt, und ich nicht mehr der Tom Hagen (Charakter aus „Der Pate“ – Anm. d. Red.) des Marvel-Universums bin, können wir schauen, was der Markt so hergibt.“

Also besteht zumindest ein bisschen Hoffnung auf zukünftige Starterlaubnis. Eigentlich sogar mehr als nur ein bisschen, wenn man den weiteren Ausführungen des Mannes lauscht: „Ich denke, alles was wir diesbezüglich auf die Beine stellen können, wäre für die Fans eine gute Sache. Aber welche Form genau das haben kann, muss eben diskutiert werden. Und Gott weiß: Heute sind die Dinge günstiger, als in der Zeit, zu der wir Serenity gemacht haben. Gute Effekte können jetzt auch anders erzeugt werden. Aber da ist nicht zuletzt auch noch eine ganz andere Angst: Was, wenn’s einfach nicht wieder so gut wird. Ich kann irgendwelche Sachen machen, die nicht so toll sind – kein Problem. Aber wenn ich das hier mache – und es taugt am Ende nichts – dann würde ich mir richtig blöd vorkommen.“

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