Josef von Sternberg

Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Kameramann

Leben & Werk

Mit Marlene Dietrich bildete er eines der berühmtesten Paare der Filmgeschichte und drehte als Regisseur mit der von ihm für „Der blaue Engel“ als Hauptdarstellerin ausgewählten Schauspielerin in Hollywood sechs weitere Filme: Das Wüstendrama „Marokko“ (mit Gary Cooper), die Mata-Hari-Geschichte „Entehrt„, das exotische Eisenbahn-Abenteuer „Shanghai Express„, das Nachtclub-Drama „Blonde Venus„, die Biografie von Zarin Katharina der Großen mit „Die scharlachrote Kaiserin“ und das Liebesdrama „Der Teufel ist eine Frau“. In den 30er Jahren waren diese Filme für die Perfektion ihrer Lichtdramaturgie, ihre erotisch aufgeladene Atmosphäre, die stilisierte Darstellung der Frau als Vamp und Femme fatale und die detailbesessene Ausstattung berühmt (und teuer). Über das Paar Dietrich-Sternberg kursierten Legenden wegen ihrer liberal exzentrischen Lebensführung, der gegenseitigen Abhängigkeiten und der Luxuswelt, die sie kreiierten. Nachdem der letzte gemeinsame Film wegen einer Boykottdrohung der spanischen Regierung aus dem Programm genommen wurde, sank Sternbergs Stern. Die wenigen folgenden Filme nach seinem Wechsel von Paramount zu Columbia und später RKO sind wenig bekannt oder vorzeitig abgebrochen worden. Es kam noch zu der hochstilisierten Inselballade „Die Sage von Anatahan“, dem Fliegerdrama „Jet Pilot“ (mit John Wayne) und dem Abenteuerfilm „Macao“ (mit Jane Russell und Robert Mitchum), dann setzte sich Sternberg 1953 zur Ruhe. Josef von Sternberg (1894 - 1969) wurde in Wien geboren, arbeitete in verschiedenen Funktionen beim Film und nahm auf Anraten eines Produzenten das aristokratische „Von“ in seinen Namen auf. 1925 debütierte er als Regisseur, doch die ersten Filme waren Misserfolge, das von Chaplin produzierte „A Woman of the Sea“ (1926) wurde nie aufgeführt. Als er mit dem erfolgreichen Gangsterfilm „Underworld“ ein neues Genre etablierte, konnte er für Paramount fünf Filme realisieren, darunter „Sein letzter Befehl„, der Emil Jannings den allerersten Darsteller-„Oscar“ für die Rolle eines russischen Generals beim Film einbrachte, und „Die Docks von New York“. Für „Der blaue Engel“ war er auf Wunsch der Ufa von der Paramount ausgeliehen worden. Nach seinem Rückzug vom Filmgeschäft veröffentlichte Sternberg 1965 seine Memoiren (1991 wiedererschienen) und wurde 1963 Dozent an der Universität von Kalifornien. Ebenfalls 1963 erhielt er das „Filmband in Gold“ für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

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