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Jonathan Lynn

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor

Leben & Werk

Britischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Seine Karriere als Komödienspezialist umfasst über 40 Jahre, in denen er als Drehbuchautor der einflussreichen britischen Polit-Sitcom „Yes, Minister“, als Regisseur britischer („Nonnen auf der Flucht„) und amerikanischer Komödien („Keine halben Sachen„) und als Schauspieler auf der Bühne, im Fernsehen und im Film, und als Autor von Romanen („Mayday“) arbeitete. Unter Jonathan Lynns Regie spielten Steve Martin („Immer Ärger mit Sergeant Biko“), Kirk Douglas („Greedy„) und Eddie Murphy („Ein ehrenwerter Gentleman„), er entdeckte Marisa Tomei („Mein Vetter Winnie„) und inszenierte mit Cuba Gooding Jr. und Beyoncé in ihrem Filmdebüt die Gospelchor-Komödie „The Fighting Temptations“ (2003). 2008 inszenierte er die Thriller-Komödie „Wild Target“, in der Bill Nighy als Killer, der sich zur Ruhe setzen will, von einer schönen Diebin (Emily Blunt), seinem Schüler (Rupert Grint) und einem mörderischen Klienten (Rupert Everett) in Atem gehalten wird.

Jonathan Lynn wurde 1943 in Bath, Somerset, geboren, besuchte das Pembroke College in Cambridge und schloss mit einem MA in Jura ab, übte den Beruf aber nie aus, weil es ihn zur Schauspielerei und Musik zog. Dem ersten Job in einem Theaterorchester folgten Rollen und Drehbucharbeiten für die Serien „Twice a Fortnight“ (BBC 1967), „The Liver Birds“ (BBC 1969), „On the Buses“ (ITV 1971) und der nach Romanen von Richard Gordon entstandenen Arzt-Serie „Doctor in the House“ (ITV 1969-71), wo er einen Medizinstudenten spielt. In diesen Jahren perfektionierte er mit Kollegen der sogenannten Cambridge School of Comedy Dialogwitz und Situationskomik seiner Arbeiten.

Ein Shooting Star der britischen Komödienszene wurde Lynn als Drehbuchautor der Erfolgsserien „Yes, Minister“ (BBC 1980-84, 22 Folgen) und „Yes, Prime Minister“ (BBC 1986-1988, 16 Folgen), die er mit Antony Jay verfasste. Die Serie verfolgt die Karriere eines (fiktiven) Ministers für Verwaltungsangelegenheiten zum Premierminister, und war wegen der Spitzen auf Bürokratie und politischen Leerlauf populär und einflussreich in den USA, Kanada und Australien. Lynn folgte dem Ruf nach Hollywood, inszenierte die Krimi-Groteske „Alle Mörder sind schon da“ (1985; nach dem Gesellschaftsspiel „Cluedo“) und feierte in England Erfolge mit der Krimikomödie „Nonnen auf der Flucht“ (1989), in der Robbie Coltrane und Eric Idle als Kleinganoven in einem Kloster Zuflucht finden. Lynns erfolgreichste amerikanische Krimikomödie wurde „Keine halben Sachen“ (2000) mit Bruce Willis als Killer Jimmy „die Tulpe“, der Nachbar eines Zahnarztes (Matthew Perry) wird. Das Sequel (2004) inszenierte Lynn nicht mehr.

Auf der Bühne verbuchte Lynn Erfolge mit seiner Theatergruppe in „Three Men on a Horse“, dem von ihm verfassten Musical „Songbook“ (1979), als Leiter der Cambridge Theatre Company (1977-81) und als Adolf Hitler in „The Comedy of Changing Years“. Im Film übernahm er Rollen in „Drei Männer und eine kleine Lady“ (1991) und als Butler in „Greedy“ (1994).

Lynns drei aus der Serie „Yes, Minister“ erwachsene Bücher wurden allesamt Bestseller, darüber hinaus schrieb er die Romane „A Proper Man“ (1976) und „Mayday“ (1992) um einen Schriftsteller in der Blockade.

Lynns Serien „Yes, Minister“ und „Yes, Prime Minister“ wurden mit zahlreichen Preisen, darunter dem BAFTA Writers‘ Award und in den USA mit dem ACE Award als bestgeschriebene Komödienserien, ausgezeichnet.

Lynns Onkel ist der israelische Politiker Abba Eban.

Filme und Serien

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