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Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler, Schwimmer, Weltrekordler und Tarzan (1904 - 1984). Athletischer Schwimmer, fünffacher Olympiasieger, Weltrekordler und Wasserballspieler, kam Johnny Weissmüller zu Weltruhm, als er 1932 in „Tarzan, the Ape Man“ die Rolle des Dschungelhelden Tarzan im ersten Tonfilm der Serie übernahm und den berühmten Urschrei kreierte. Weissmüller verkörperte den edlen Wilden bis 1948 in zwölf Filmen für MGM und RKO, bevor er die Liane an Lex Barker übergab. Zwischen 1948 und 1955 war er in sechzehn Filmen der weiße Jäger in der Serie „Jungle Jim“, die zur TV-Serie wurde. Weissmüller erhielt wegen des Tarzan-Images keine weiteren Filmrollen, verarmte, weil ihm das Geld aus den Fingern floss, musste seine Villen verkaufen. Nach mehreren Schlaganfällen lebte er einige Jahre in einem Altersheim. Er starb in Acapulco, wo er begraben liegt.

Johnny Weissmüller war als Tarzan elektrisierende und gefährliche Retterfigur, ein göttlicher Barbar mit ängstlichen Augen und einem Gesicht aus Granit. In den Filmen wehen Romantik und Surrealismus durch Steppe und Urwald. Kein Nachfolger, weder Barker noch Gordon Scott, erreichte Popularität und popkulturelle Bedeutung des sprachlich gehandicapten sozialen Außenseiters, der mit Partnerin Jane (die Irin Maureen 0’Sullivan in acht, Brenda Joyce in vier Filmen) überraschend nah komplette Nacktheit suggerierte.

Peter John Weissmüller wurde in Freidorf bei Klausenhof in Siebenbürgen im k.u.k. Österreich-Ungarn als Sohn Banater Schwaben geboren, die auswanderten, als er sieben Monate alt war. Der Vater arbeitete im Steinkohlebergbau in Pennsylvania, betrieb eine Bar, schlug die Familie, verließ sie. Mit zwölf Jahren ging Johnny von der Schule, lebte auf der Straße, war Liftboy und Page, lernte zu kämpfen. Auf Anraten des Arztes begann er zu schwimmen, startete mit 17 Jahren eine sensationelle Karriere, wurde der schnellste Schwimmer seiner Zeit und entwickelte den „American Crawl“-Stil. Er gewann 1924 bei den Olympischen Spielen in Paris drei Goldmedaillen, zwei 1928 in Amsterdam, stellte 51 Weltrekorde (möglicherweise mehr) auf und war der erste Schwimmer, der 100m unter einer Minute schwamm. 1929 wurde er Trainer und Model für Bademoden.

Als er 1932 von MGM für „Tarzan, der Herr des Urwalds a.k.a. Tarzan, der Affenmensch“ (Regie: W.S. Van Dyke), eine prächtig ausgestattete Prestige-Produktion, engagiert wurde, entwickelte er selbst den mit Jodeln (er hatte im Banater Viertel in Chicago an Jodelwettbewerben teilgenommen) veredelten Schrei des Dschungelkönigs. Für MGM entstanden acht Filme, vier unter der Regie von Richard Thorpe, sechs Filme bei RKO unter der Produktion von Sol Lesser. In der Serie „Jungle Jim“, nach den Comic Strips von Alex Raymond, verkörperte er für Columbia den weißen Jäger und Abenteurer Jim Hunter. Nach sechzehn 70-minütigen Filmen wurde die Reihe zur TV-Serie (26 Folgen 1955/56). Weissmüllers letzter Filmauftritt war in „Won Ton Ton, der Hund, der Hollywood rettete“ (1975). Er hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Johnny Weissmüller, sechs Mal verheiratet, fünf Mal geschieden, hatte fünf Kinder. Seine dritte Ehefrau (1933-39) war die rassige Mexikanerin Lupe Velez („Mexican Spitfire“). 1971 trat er mit der aus Berlin stammenden letzten Ehefrau Maria Baumann in „Das aktuelle Sportstudio“ auf, wo Maria von einem Schimpansen die üppige blonde Perücke vom Kopf gerissen wurde. Entgegen anderslautenden Berichten war Weissmüller, trotz zeitweiliger Entgleisungen, kein Alkoholiker. (geh)

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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