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Tim Burton, Johnny Depp und die Leichenbraut

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Johnny Depp Poster
© Kurt Krieger

Drei Zutaten benötigt Tim Burton um seinen Surrealismus filmerisch gekonnt umzusetzen: erstens Inspiration in Form einer düsteren Geschichte mit düsteren Charakteren, zweitens atmosphärische Klänge, produziert von Danny Elfmann und drittens Johnny Depp - als Muse.

Tim Burton liebt düstere Szenarien, Danny Elfman und Johnny Depp. Bild: Kurt Krieger

Zuletzt brachte das Burton-Dream-Team „Sleepy Hollow“ in die Kinos. Jahre davor feierten sie mit „Edward mit den Scherenhänden “ gemeinsam Erfolge. Anscheinend bekommt Tim Burton nicht genug von Danny Elfman und Johnny Depp, denn die Zusammenarbeit geht weiter.

Die drei werkeln gleich an zwei Projekten: „Charlie and the Chocolate Factory“ wird ein Remake des Willy-Wonka-Klassikers. In „The Corpse Bride“ sind die Rollen ebenfalls fast klassisch verteilt: Tim produziert, Danny komponiert und Johnny spielt nicht, sondern spricht dieses Mal die Hauptfigur.

Denn „The Corpse Bride“ ist nicht mit echten Schauspielern gedreht, sondern mit Plastilinfiguren im Stop-Motion-Verfahren. Dass Burton diese Kunstform perfekt beherrscht, hat er bereits stimmungsvoll in „Nightmare Before Christmas“ bewiesen. Eine ganz ähnliche Aufmachung soll der nekrophile Animationsfilm „The Corpse Bride“ erhalten. Dabei bringt die Story bereits die Fantasie zum blühen und vor dem inneren Auge spielen sich sogleich Burton’sche Gruselszenen ab.

Russische Folklore trifft auf Osbourne-Szenarien

Der Film basiert auf einer russischen Volksweise aus dem 19. Jahrhundert: Ein jüdischer Mann reist in eine benachbarte Stadt, um dort eine Frau zu heiraten, die er bisher aber noch nicht kennen gelernt hat. Während einer Rast, entdeckt er ein merkwürdig aus der Erde ragendes Stöckchen.

Aus purem Spaß an der Freude steckt er den Verlobungsring drauf, hüpft ein paar mal um die Stelle herum und sagt zur Übung schließlich noch das jüdische Ehegelöbnis auf. Und da passiert es: Das Stöckchen ist gar keines, sondern der Fingerknochen einer dort vergrabenen Leiche (Corpse). Die Leichenbraut fordert auf der Stelle ihr Recht als Ehefrau ein.

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