Alle Bilder und Videos zu Johnny Cash

Leben & Werk

J.R. Cash wurde als Sohn eines armen Farmers geboren. Erst mit dem Eintritt in die Armee wurde aus dem offiziellen Geburtsnamen „J.R.“ Johnny. Die Familie lebte auf einer Farm in Arkansas, der Vater soff, und der kleine J.R. musste schon im Alter von fünf Jahren auf den Feldern arbeiten. Früh flüchtete sich der sensible Junge in die Musik. Er lernte, Gitarre zu spielen, und schrieb bald seine ersten eigenen Lieder, in denen er die harte Jugend musikalisch zu verarbeiten suchte. Während der High School hatte Cash erste Auftritte bei einem lokalen Radiosender. Als er zur Army eingezogen und in Bayern als Abhörfunker der Air Force stationiert wurde, gründete er dort seine erste Band, die Landsberg Barbarians. Seine berühmte Narbe stammte angeblich aus dieser Zeit: Ein betrunkener bayrischer Arzt soll sie ihm verpasst haben. Wieder in der Heimat versuchte sich Johnny Cash kurzfristig als Elektrohändler, bevor er sich endgültig der Musik als Beruf zuwandte und bei Sun Records einen Vertrag unterschrieb. Zu seinen Label-Kollegen zählten spätere Größen wie Elvis Presley und Carl Perkins. Mit dem Erfolg kamen allerdings neue Probleme: Cash versank in einer jahrelangen Drogenabhängigkeit. Erst als das Haus seines Freundes Roy Orbison abbrannte und zwei seiner Söhne bei der Feuersbrunst ums Leben gekommen waren, wachte der Musiker auf und begann, über den Sinn seines weiteren Lebens nachzudenken. In zweiter Ehe heiratete er 1967 die Sängerin June Carter, die einer berühmten Musikerfamilie entstammte und ihm einen seiner bekanntesten Hits auf den Leib schrieb: „Ring Of Fire“. Die Liebe und eine neu entdeckte tiefe Religiosität (er trat den Baptisten bei) halfen ihm aus der Lebenskrise. Kurz darauf veröffentlichte er sein erfolgreichstes Album: „Johnny Cash at Folsom Prison“, das auch den berühmten Song „Folsom Prison Blues“ enthält. Cash begann aus Protest gegen soziale Ungerechtigkeit, nur noch in schwarzer Kleidung aufzutreten, was ihm den Titel „Man in Black“ einbrachte. 1980 wurde Johnny Cash in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. Während des folgenden Jahrzehnts ging es mit seiner Karriere jedoch bergab, ein Schicksal, das viele alte Country-Stars damals mit ihm teilten. Sein Label kündigte schließlich den Vertrag. In den Neunzigern erlebte die Legende Cash unter der Regie von Erfolgsproduzent Rick Rubin ein Comeback: Alben wie „Unchained“ (1996), „Solitary Man“ (2001) oder „The Man Comes Around“ (2002) begeisterten im Zuge der Country-Wiederentdeckung erneut ein vornehmlich jüngeres Publikum. Cash wurde mit einem MTV-Video-Award ausgezeichnet (für seine Version des Nine-Inch-Nails-Titels „Hurt“). Am 12. September 2003 starb Cash in einem Krankenhaus in Nashville an einer schweren Diabetes. Er ist in Sumner County in Tennessee neben seiner vier Monate zuvor gestorbenen Frau June Carter begraben. Es zeugte wohl von Pietät und Respekt vor dem „Man In Black“, dass die ersten posthumen Veröffentlichungen erst rund drei Jahre nach seinem Tod auf den Markt kamen. Rick Rubin wartete ab, bis sich der Medienhype, der 2005 zusätzlich von dem biografischen und durchweg erfolgreichen Hollywoodfilm „Walk The Line“ angeheizt wurde, gelegt hatte, um den fünften Teil der „American Recordings“-Reihe zu veröffentlichen. Zudem erschienen auf der CD „Personal File“ neu entdeckte Aufnahmen aus dem Privatarchiv des Sängers, die er in den 70er-Jahren in seinem Kellerstudio produziert hatte. Mit ihrer puristischen Beschränkung auf Gitarre und Gesang wirkten diese wie die Blaupause für die späteren „American Recordings“.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare