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Am Set von "Transformers - Die Rache"

Ehemalige BEM-Accounts |

John Turturro Poster
© Universal

Nach dem Siegeszug von „Transformers“ war eine Fortsetzung unvermeidlich - Regisseur Michael Bay konnte dafür aus dem Vollen schöpfen und sogar die Pyramiden hochklettern.

Im Juni 2009 kehren die "Transformers" ins Kino zurück Bild: Universal

Vor drei Jahren hätte Regisseur Michael Bay fast einen der größten Fehler seines Lebens gemacht. Steven Spielberg hatte ihm das Projekt „Transformers“ angetragen. Doch der Actionvirtuose („The Rock - Fels der Entscheidung„) hatte zu einem Film, der von Spielzeugrobotern inspiriert war, nur eine Reaktion: bescheuerte Idee. „Es ist wirklich wahr, dass ich das gesagt habe“, meint er im Herbst 2008.

Die Umstände dieses Geständnisses sind bezeichnend: Denn Bay steht am Set von „Transformers - Die Rache“ - hinter ihm die Pyramiden von Gizeh, wo sich der Actionhöhepunkt der Fortsetzung abspielen soll. Von Skepsis keine Spur mehr. Damals hatte er sich bei einem Besuch beim Spielwarenhersteller Hasbro in die Mythologie der außerirdischen Maschinenkreaturen vertieft und daraus eine visuelle Umsetzung entwickelt, die so überzeugend geriet, dass das Kinopublikum in Scharen in den ersten Teil strömte. „Auch viele Erwachsene“, wie er betont. Weltweit brachte „Transformers“ über 700 Mio. Dollar in die Kassen; hinzu kamen rund 275 Mio. Dollar an Home-Entertainment-Erlösen.

Der Dreh in Ägypten war für Michael Bay riskant, aber lohnenswert Bild: Universal

Mehr Technikmonster, mehr Action

„Beim ersten Teil hatten wir das Glück, dass uns das niemand zugetraut hat“, so Produzent Lorenzo di Bonaventura. Diesen Vorteil können die Filmemacher jetzt nicht mehr für sich in Anspruch nehmen. Aber der enorme Geldsegen führte dazu, dass das Studio für die visuellen Dimensionen „mehr Mittel zur Verfügung stellte“, so di Bonaventura. Waren im ersten Film zwölf Robotercharaktere zu sehen, so sind es in diesem Film an die 40. Wobei eine Sekunde Computeranimation mit einem einzigen Roboter 18 Stunden Arbeit erfordert - eine Sekunde mit sechs Transformers verlangt demnach 108 Stunden. Schätzungen zufolge soll die Rückkehr der Technikmonster 300 Mio. Dollar schwer sein.

Für den finanziellen Quantensprung ist noch ein anderer konzeptioneller Grund verantwortlich: „Dieser Film hat mehr von einem Abenteuer an sich als der erste“, so Bay. Die Handlung erstreckt sich diesmal über die ganze Welt. Neben Ägypten und den USA werden auch Paris und Shanghai zu Schauplätzen. Aber für den Filmemacher ist der Hauptunterschied zu Teil eins ein anderer: „Wir bieten mehr Leidenschaft und Humor.“

Die Story bleibt geheim

Die Jungstars Megan Fox und Shia LaBeouf sind auch bei der Fortsetzung dabei Bild: Universal

Laut seinem Produzenten legte Bay den größten Wert darauf, die „emotionalen Herausforderungen“ für die menschlichen Charaktere noch zu steigern. Das eigentliche Hindernis war der Autorenstreik in Hollywood. Vor dessen Beginn machte Bay eine optische Studie und entwickelte mit den Autoren Roberto Orci und Alex Kurtzman sowie Ehren Kruger („Brothers Grimm„) ein erstes Konzept. „Nach Streikende sperrte ich die drei sprichwörtlich in ein Hotelzimmer ein, wo sie innerhalb eines Monats ein Drehbuch auf die Beine stellten.“

Die wichtigsten Dratseller des ersten Teils, Shia LaBeouf, Megan Fox und John Turturro, kehren zurück. Die Geschichte wird mit ausgeklügelten Maßnahmen geheim gehalten. Die Produktion ließ sogar falsche Skripts und Tagesdispos hinaussickern, um die Fanspione zu verwirren.

Die Dreharbeiten in der Wüste waren eine Herausforderung für das gesamte Team Bild: Universal

Oberstes Gebot: Realismus

Symptomatisch für Bays Herangehensweise ist, dass er selbst die größten Szenen nicht nur mit Computereffekten und künstlichen Sets kreiert. Schon im ersten Film hatte er einen möglichst großen Teil der Actionszenen mit klassischen Stunts gedreht. Sein Bestreben um Realismus verlangte auch, bestimmte Einstellungen vor Ort zu filmen. Dabei stieß er erst mal auf Widerspruch: „Das Studio meinte, es wäre gefährlich. Aber ich sagte: ‚Ich war selbst gerade erst in Ägypten. Und dort ist es definitiv nicht gefährlich.'“

Tatsächlich verlief die arabische Drehwoche völlig problemlos, was auch daran lag, dass nur ein Teil der amerikanischen Crew, rund 170 Mitglieder, eingeflogen wurde. Der eigentliche Unsicherheitsfaktor war ein anderer: Würde die Drehgenehmigung für die Pyramiden rechtzeitig kommen? Sieben Monate lang verhandelte die Produktion mit den Behörden, um schließlich deren volle Unterstützung zu erhalten.

Intensive Actionszenen

Junge und Junggebliebene lieben die wandelbaren "Transformers" Bild: Universal

„Ich muss zugeben, für den Fall einer Absage hätten wir keinen Plan B gehabt“, so di Bonaventura. Die Aufnahmen der Totalen, die mit den Einstellungen einer nachgebauten Pyramide kombiniert werden, hätten im Computer gebastelt werden müssen. So aber konnte Bay einen Kran um das Weltwunder kreisen lassen, während John Turturro hektisch die jahrtausendealten Steine hochklettert. Danach griff er sich die eigene Handkamera und rannte selbst damit hoch, um Nahaufnahmen zu drehen.

Derlei Spontaneität scheint nicht zu einer Megaproduktion zu passen. Und doch erklärt sie auch die Intensität, die die Actionsequenzen Michael Bays auszeichnet. Wo es geht, legt er selbst Hand an, um seine ursprüngliche Vision zu erhalten. Deshalb verzichtet er auf ein zweites Aufnahmeteam, schaltet sich persönlich ein, um Zeit zu sparen.

Weitere Fortsetzungen zu "Transformers" sind durchaus denkbar Bild: Universal

Teurer Spaß

Dass „Transformers 2“ viele Budgetgrenzen sprengt, ficht ihn nicht an: „Normalerweise wäre dieser Film noch viel teurer. Aber wir sparen Geld, indem wir weniger Drehtage brauchen.“ Bei diesem Film sind es knapp 100. Doch selbst wenn der Film noch teurer wäre, die Investition sollte sich angesichts der weltweiten Fangemeinde lohnen.

Demnach wäre auch eine weitere Fortsetzung plausibel. „Ich will noch nicht daran denken“, so Lorenzo di Bonaventura, „aber im ‚Transformers‘-Kosmos gäbe es viele Roboter für künftige Filme.“ Nur eines scheint für Michael Bay wenig realistisch: der Applaus der Kritik. „Ich mache gern populäres Kino. Die Presse bringt mich zwar dafür um, aber dafür werden meine Filme von den Leuten gesehen.“

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