John Lithgow

John Lithgow

Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler, Autor, Komponist und Golden-Globe-Preisträger. Renommierter Charakterdarsteller mit Vorlieben für gespaltene, gebrochene und identitätsgestörte Personen, machte sich John Lithgow in Film, Fernsehen und auf der Bühne einen Namen als vielseitiger Mime, der in späteren Jahren Vaterrollen übernahm. Populär wurde er in den 90er-Jahren als Hauptdarsteller der NBC- Sitcom „3rd Rock from the Sun – Hinterm Mond gleich links“ (139 Folgen), für die er mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Den zweiten Golden Globe erhielt er 2010 für die Rolle des Serienmörders „Trinity Killer“ in der vierten Staffel der innovativen, schwarzhumorigen Kriminalserie „Dexter“ (Showtime; mit Michael C. Hall). Lithgow verkörperte Wissenschaftler, Richter, Respektspersonen und Väter mit sanfter Gelassenheit und lächelnder Weltsicht. 2010 übernahm er die Rolle des Alzheimerkranken Vaters von James Franco in „Rise of the Apes“, Prequel der „Planet der Affen„-Saga.

John Arthur Lithgow wurde 1945 in Rochester, New York, als Sohn eines Theaterregisseurs und einer Schauspielerin geboren, stand mit sechs Jahren erstmals auf der Bühne. Als er sechzehn war, zog die Familie nach Princeton, wo der Vater Theaterdirektor wurde. Nach Abschluss des Studiums in Harvard erhielt er ein Stipendium für die London Academy of Music and Dramatic Arts. Er begann 1973 eine erfolgreiche Bühnenkarriere am Broadway und Off-Broadway und bei Shakespeare-Festivals, die ihm zwei Tony Awards, Drama Desk Award und Aufnahme in die Theatre Hall of Fame einbrachte. Lithgow spielte in neunzehn Broadway-Produktionen. Er feierte 2009 im Lincoln Center, New York, mit der von ihm geschriebenen One-Man-Show „Stories by Heart“, wo er aus seinem Leben und dem von Schauspielkollegen erzählt, Triumphe.

In seinen ersten Filmen spielte Lithgow für Brian De Palma in „Schwarzer Engel“ und den psychopathischen Mörder in „Blow Out“ (mit John Travolta). Er wurde schlagartig als transsexueller Footballstar in George Roy Hills John-Irving-Adaption „Garp und wie er die Welt sah“ (1983) bekannt, die ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte. Er war Liebhaber von Debra Winger in „Zeit der Zärtlichkeit“, Vater von Lori Singer in „Footloose“, Psychopath in De Palmas „Mein Bruder Kain„, britischer Hochkommissar in „Der letzte Held von Afrika“ (mit Sean Connery und Diana Rigg), Chefredakteur im John-Grisham-Thriller „Die Akte“ (mit Denzel Washington und Julia Roberts) und mörderischer Gegenspieler von Sylvester Stallone in Renny Harlins Actionthriller „Cliffhanger“. 2000 konnte sich Lithgow als Produzent und Hauptdarsteller in Peter Yates‘ TV-Zweiteiler „Don Quixote“ einen Herzenswunsch erfüllen. Er war Richter im Drama „Zivilprozess“, Vater von Jack Black und Colin Hanks in der Teenagerkomödie „Nix wie raus aus Orange County„, Vater von Liam Neeson in „Kinsey“, Regisseur Blake Edwards im Biopic „The Life and Death of Peter Sellers“ und Vater von Amy Adams in der romantischen Komödie „Verlobung auf Umwegen“ (2010).

John Lithgow ist Autor von acht Kinderbilderbüchern, gab eine Sammlung von 50 Gedichten für Kinder heraus, komponiert und singt Kinderlieder. Er ist die Stimme von Lord Farquaad in „Shrek„.

John Lithgow wurde mit vier Emmy Awards (drei für „Hinterm Mond…“) und zwei Screen Actors Guild Awards ausgezeichnet (einer für „Hinterm Mond…“).

John Lithgow hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. (geh)

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