John Landis

John Landis

Leben & Werk

Er machte den schwarzen Komiker Eddie Murphy populär und sorgte mit dem Kultfilm „Blues Brothers“ 1980 für einen der ersten Höhepunkte der anarchischen Chaos-Komödie, in dem die beiden schwarzgekleideten Brüder Jake und Elwood Blues (John Belushi und Dan Aykroyd) „im Auftrag des Herrn“ für zerstörte Malls und Auto-Crashs sorgen, untermalt von Rhythm’n’Blues. John Landis (geboren 1950 in Chicago) gab 1968 sein Filmstudium in Kalifornien auf und arbeitete in fast allen Bereichen der Filmproduktion (Second Unit bei „Stoßtrupp Gold„, Assistent bei „Catch 22“), bevor er mit seiner Horrorfilmparodie „Schlock “ 1971 als Regisseur debütierte. Sein „Kentucky Fried Movie“ (1977), eine Collage von über 20 Sketchen, in denen TV-Sendungen, Genrefilme und Trailer parodiert werden, brachte ihm den Großen Preis des Internationalen Festivals humoristischer Filme in Chamrousse ein, und war einer der Vorläufer der „Hot Shots“-Filme. Mit John Belushi als Leitfadenfigur entstand „Ich glaub‘, mich tritt ein Pferd“, eine der ersten schrillen College-Komödien. Mit den „Blues Brothers“ setzte er sich endgültig durch. Landis gehörte in der Sicht der amerikanischen Kritik zu den „Movie Brats“ wie Spielberg, Carpenter, Lucas und Scorsese, die das traditionelle Hollywood gleichzeitig verehrten und durch ihre respektlose Art veränderten. Landis kehrte zunächst mit „American Werewolf in London“ (1981) zu einem „echten“ Horrorfilm zurück, in dem ein US-Student im Hochland von einem Wolf gebissen wird und sich zeitweise selbst in ein Untier verwandelt, bevor er, weil er seine Liebe nicht leben kann, vor einem Kino auf dem Piccadilly Circus den Tod sucht. Dank der damals neuartigen Spezialeffekte von Rick Baker erhielt der Film den Publikumspreis des Festivals des Phantastischen Films in Rom. 1983 begann Landis‘ erste Zusammenarbeit mit Eddie Murphy, der in „Die Glücksritter“ an der Seite von Dan Aykroyd und Jamie Lee Curtis einen Rollentausch vom Clochard zum Banker in New York erlebt, die Yuppie-Komödien der 80er vorbereitete und für Landis‘ größten kommerziellen Erfolg sorgte. 1988 trat Murphy als „Der Prinz von Zamunda“ in einer ähnlichen Rollentausch-Komödie auf und spielte einen Prinzen, der in New York als Tellerwäscher arbeiten muss, um das wirkliche Leben kennen zu lernen. Für Murphy inszenierte Landis nach einer Reihe katastrophaler Flops den dritten Teil von „Beverly Hills Cop„, in dem sich der Cop mit der großen Klappe mit einer Falschmünzerbande anlegt und der Showdown in einem Vergnügungspark spielt. Weder der Episodenfilm „Amazonen auf dem Mond„, noch das Remake der Louis-de-Funès-Komödie „Oscar“ reüssierten, so dass Landis 1998 mit einem Sequel der inzwischen zum Kultfilm gewordenen „Blues Brothers“ aufwartete, in dem John Goodman die Rolle von John Belushi übernahm. Die Filmkritik schätzt am meisten Landis‘ „Kopfüber in die Nacht“ (1984), eine Thriller-Komödie mit Jeff Goldblum, der an Schlafstörung leidet und durch Michelle Pfeiffer in haarsträubende Abenteuer gerät. Zwischen seinen Filmen inszenierte Landis für den Pop-Sänger Michael Jackson das einstündige Musikvideo „Thriller“, in dem Jackson als Werwolf auftritt, Vincent Price als Erzähler kommentiert, und das einer von Landis‘ größten Erfolgen überhaupt wurde. Er ist mit der Kostümbildnerin Deborah Nadoolman verheiratet und hat drei Kinder.

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