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John Hurt

Schauspieler • Sprecher
Poster
Bekannt aus:
  • Geboren: 22.01.1940 in Chesterfield, Derbyshire  Großbritannien
  • Gestorben: 25.01.2017
  • Berufe: Schauspieler, Sprecher
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Leben & Werk

Als körperlich deformierter „Elefantenmensch“ John Merrick (dafür Oscar-Nominierung) in David Lynchs zweitem Film fand der 1940 als Sohn eines Reverend geborene englische Schauspieler John Hurt eine seiner einprägsamsten Rollen. Ebenso imposant war er als Astronaut Kane, aus dessen Brust das erste „Alien“ in Ridley Scotts SF-Thriller bricht, und als Killer, der in Stephen Frears‘ „The Hit“ Terence Stamp aus Madrid entführt und gegenüber Partner Tim Roth zunehmend an Überlegenheit verliert.

Durch seinen schmächtigen Körper und das wie ausgemergelt wirkende Gesicht war Hurt oft in Rollen zu sehen, in denen er das fleischgewordene Elend darstellt („Sein größter Sieg“), aber er verfügte über schauspielerische Qualitäten, die ihn in den meisten Filmen, in denen er auftrat, eher unterforderten. So musste er sich häufig mit Nebenrollen als Intrigant („King Ralph“), als englischer Kolonialist („Die letzten Tage von Kenya“), als griechischer Inselarzt mit hochgezwirbeltem Schnurrbart in „Corellis Mandoline“ oder als Mr. Ollivander im ersten „Harry Potter“ abfinden.

Während sich Hurt in Guillermo Del Toros Comic-Adaption „Hellboy“ von seiner guten Seite zeigte und als Dr. Bruttenholm in seinem Institut ein kleines rotes Teufelchen, den späteren Hellboy (Ron Perlman) großzog, brillierte er in Richard Kwietniowskis Charakterstudie „Owning Mahoney“ als skrupelloser Casinomanager, der die Spielsucht des Bankangestellten Mahoney (Philip Seymour Hoffman) und dessen Unterschlagungen fördert. In Iain Softleys Psychothriller „Der verbotene Schlüssel“ wartete er gelähmt und stumm auf den Tod, während seine neugierige Pflegerin Kate Hudson das Rätsel seines Zustandes lösen will.

Hurt, der auch auf dem Theater auftritt, ist im Fernsehen und im Film häufig in Rollen zu sehen, in denen er als Schwuler für die Rechte der Homosexuellen eintritt. Das begann 1975 mit Jack Golds „The Naked Civil Servant“ (TV) und setzte sich fort mit Filmen wie Kwietniowskis Debüt „Love and Death in Long Island“ (eine seiner besten Rollen als weltfremder Schriftsteller, der sich in einen Sexfilmdarsteller verliebt). Selbst sein Anwalt im Westen in Michael Ciminos Western-Epos „Heaven’s Gate“ war schwul unter Macho-Men. Auf der anderen Seite kann diese Darstellung auch zur Karikatur und Travestie werden („Cowgirl Blues“).

Im Juni 2015 gab John Hurt öffentlich bekannt, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet. Nur einen Monat später erhielt er von Queen Elisabeth II den Adelstitel und konnte sich fortan Sir John Hurt nennen. Während seiner Krebsbehandlung arbeitete er weiter und ist etwa in Filmen wie „Jackie“ (2016) oder in „The Darkest Hour“ (2017) zu sehen. Er starb am 25.01.2017 in seinem Heimat Cromer, in Norfolk, England an den Folgen seiner Krebserkrankung.

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