Leben & Werk

Er brauchte zwanzig Jahre, bis er es vom Darsteller in Paul Bartels „Cannonball“ zum Regisseur des makaber-komischen Puzzle-Thrillers „2 Tage L.A.“ (1996) gebracht hatte, der genremäßig zwischen „Pulp Fiction“ und „Short Cuts“ anzusiedeln ist. Dazwischen lag 1983 einer der größten Flops des US-Kinos, die Komödie „Zwei vom gleichen Schlag“ mit John Travolta und der Sängerin Olivia Newton-John, die die Welt vor einer Sintflut retten wollen.

Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller John Herzfeld führte nach dem Desaster in sieben TV-Filmen Regie, bevor er nach dem Drehbuch für den Katastrophen-Thriller „Turbulence“ (mit Ray Liotta) mit „2 Tage L.A.“ auf Erfolgskurs steuerte. Die schräge Killerballade und Lifestyle-Satire dreht sich um 12 Hauptfiguren, 2 Hunde, 5 Leichen und 6 Geschichten, die sich irgendwann einmal alle überschneiden und im Finale verblüffend zusammenlaufen. Sie bot Danny Aiello als Killer mit Toupet eine seiner besten Rollen und war das Filmdebut von Charlize Theron als verführerische Mörderin, die vorzugsweise in Dessous herumläuft. Eine unkonventionelle Genremischung aus Cop-Thriller, Mediensatire und absurder Buddy-Komödie gelang Herzfeld mit „15 Minuten Ruhm„, in dem Robert De Niro und Edward Burns zwei tschechischen Killern spielen, die vom Medienruhm träumen und einer Mordzeugin auf der Spur sind.

Neben der TV-Serie „Bill Stanton Project“ war er auch für die länger geplante, dann aber doch weniger erfolgreiche Serie „Dr. Vegas“ als Regisseur, Drehbuchautor und. Produzent federführend. 2006 kehrte er mit seinem Action-Drama „The Death and Life of Bobby Z“ nach einer Buchvorlage von Don Winslow zum Kino zurück. Der inhaftierte Ex-Marine Tim Kearney (P. Walker) wird von DEA-Agenten Tad Grusza (L. Fishburne) überredet, in die Rolle des verschollenen Drogenbaron Bobby Z zu schlüpfen, für den Herzfeld den Schauspieler Jason Lewis engagiert hat.

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