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John Duigan

Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

In seinen Filmen rebellieren Menschen gegen Intoleranz und Vorurteile, gegen Verlogenheit und Gleichgültigkeit und haben es schwer, ihren Individualismus in einer gleichgeschalteten oder auf andere Weise massiv bedrohten Welt zu erhalten. Ob Teenager, der Erzbischof von Nicaragua, ein exzentrischer Maler oder ein Gärtner: Alle Helden John Duigans müssen sich unter extremen Kraftanstrengungen behaupten, was Duigan mal in dramatischer, aber auch in humorvoller Weise inszeniert. Der englische, in Australien aufgewachsene Regisseur John Duigan arbeitete ursprünglich für das Theater und schrieb Romane, bevor er nach einer Reihe von Kurzfilmen 1976 als Spielfilmregisseur debütierte. In Australien bekannt wurde Duigan mit „Mund zu Mund“, einem Film über zwei weggelaufene Mädchen, der ihm den Ruf eines engagierten sozialkritischen Autorenfilmers einbrachte. „Der Winter unserer Träume“, die Geschichte einer gescheiterten Liebe, sah Judy Davis und Bryan Brown in den Hauptrollen. Der Film wurde wie der folgende, „Das Jahr meiner ersten Liebe“ über das Erwachsenwerden in der australischen Provinz 1962, mit dem australischen Drehbuchpreis ausgezeichnet. Duigan folgte seinen Kollegen Bruce Beresford, Peter Weir und Roger Donaldson nach Hollywood, inszenierte dort mit dem Geld katholischer Hilfsorganisationen und Jesuitenpater die Geschichte des ermordeten Erzbischofs „Romero“ (Raul Julia), die mit dem „US Humanities Prize“ und dem Preis für den besten Film über ein lateinamerikanisches Thema auf dem Filmfestival von Havanna ausgezeichnet wurde. Für den Film „Flirting“ setzte er die bis dahin nur in Australien bekannte Schauspielerin Nicole Kidman ein und entdeckte Thandie Newton. „Sargasso Sea - Im Meer der Leidenschaft“ entstand nach einer Vorlage von Jean Rhys, die Rainer Werner Fassbinder hatte verfilmen wollen. Ausflüge in den melodramatischen Kostümfilm unternahm Duigan auch in „Weg der Träume„: Thandie Newton spielte eine geflohene Sklavin, die 1815 von einem Weißen (Jason Patric) durch North Carolina begleitet wird. Großes Aufsehen wegen der Sexszenen und erotischen Atmosphäre erregte „Sirens - Verführung der Sirenen“, in dem Sam Neill einen (authentischen) australischen Maler spielte, der in der Wildnis mit Frau und drei Musen (darunter das Model Elle McPherson) lebt und die Frau (Tara Fitzgerald) eines Pastors (Hugh Grant) in seinen Bannkreis zieht. Für den Rockstar Jon Bon Jovi entstand „Leading Man„, eine Geschichte aus dem Schauspielermilieu, in der ein Jungstar für die Karriere und die Bestätigung seines Egos über Frauenleichen geht, unter anderem die von Thandie Newton und Anna Galiéna. Duigans großes inszenatorisches Können bestätigte sich in „Lawn Dogs - Heimliche Freunde“ (1998), in dem sich ein zehnjähriges Mädchen mit einem die Grünanlagen der Eltern pflegenden jungen Mann anfreundet, der in den Verdacht sexuellen Missbrauchs gerät. Die Außenseiter-Ballade, die Komödie, Märchen und Thriller originell vermischt, ist auch als satirisches Porträt der spießbürgerlichen Vorstadtgesellschaft zu lesen. Zurück in die Geschichte verschlägt es Duigan wieder in seinem lange Zeit vorbereiteten Epos „Head in the Clouds“ (2004), dessen Liebesgeschichte sich über Länder- und soziale Grenzen hinwegsetzt und sich über zehn Jahre - vom dekadenten Paris der 30er-Jahre bis zum Ende der deutschen Besatzungsmacht - zieht.

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News und Stories

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