John Cassavetes

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
John Cassavetes Poster

Leben & Werk

Einer der einflussreichsten amerikanischen Schauspieler und als Regisseur Begründer der Independent-Szene der USA, hatte John Cassavetes (1929 – 1989) nach dem abgeschlossenen Schauspielstudium selbst eine Schauspielschule, das Variety Arts Studio, für arbeitslose Mimen, gegründet. Um eigene Filme zu finanzieren, trat Cassavetes, Sohn griechischer Einwanderer, zeitlebens in den unterschiedlichsten Filmen als Darsteller auf, vom Western („Vom Teufel geritten„) bis zum italienischen Krimi („Mord auf der Via Veneto“).

Sein vierfach „Oscar“-nominierter Debütfilm „Shadows“ war 1959 in seiner Mischung aus Improvisation, Handkamera und Jazz-Score eine Sensation. In den wenigen eigenen Filmen, in denen er meist auch auftrat („Faces“, „Love Streams“, Goldener Bär der Berlinale 1984), kultivierte Cassavetes mit seinen Freunden Ben Gazzara, Peter Falk und seiner Gattin Gena Rowlands einen nervösen Schauspielstil, in dem er seine Darsteller Emotionen voll ausspielen ließ und diesen Ausdruck mit einer beweglichen Kamera festhielt. Im Hollywood-Kino konnte sich Cassavetes schnell von der voreiligen Festlegung als James-Dean-Typ befreien und wurde populär als Ehemann von Mia Farrow in Roman PolanskisRosemaries Baby„, als Opfer in Don SiegelsTod eines Killers„, als Mitglied von „Das dreckige Dutzend“ (nominiert für den Nebenrollen-„Oscar“) und als Agentenchef in „Teufelskreis Alpha“. Sein Gangster-Märchen „Gloria“ („Oscar“-Nominierung für Gena Rowlands) wurde 1997 von Sydney Lumet mit Sharon Stone in der Hauptrolle neu verfilmt.

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