Alle Bilder und Videos zu John Cale

Leben & Werk

Er gehört zu den irgendwie immer etwas unbequemen Protagonisten der Rockmusik: John Davies Cale (Gesang, Klavier, Orgel, Bass, Bratsche), geboren am 4. Dezember 1942 im walisischen Garnant, ist als Mitbegründer der Gruppe Velvet Underground bereits in jungen Jahren zu einer Legende geworden. Nach einem Musikstudium am Goldsmiths College zieht es ihn in die USA, wo er einer Reihe einflussreicher Komponisten begegnet. Gemeinsam mit John Cage nimmt er an einer 18-stündigen Marathon-Aufführung von Erik Saties „Vexations“ teil. Seine Erfahrungen als Mitglied von La Monte Youngs Ensemble „Theater of Eternal Music“ sollen seine spätere Arbeit stark beeinflussen. Im Jahre 1965 schließt er sich den neu gegründeten Velvet Underground an, die er jedoch 1968 nach Meinungsverschiedenheiten mit Lou Reed wieder verlässt. Während dieser Zeit wird insbesondere die durch seine elektrisch verstärkte Bratsche erzeugte, unheimliche Atmosphäre zu einem Erkennungsmerkmal des Velvet-Sounds. Nach seinem Ausstieg produziert Cale eine Reihe fremder Alben, darunter auch die Debüts von Patti Smith und den Stooges, und beginnt, eine Solokarriere aufzubauen. Sein erstes Album „Vintage Violence“ erscheint 1970, gefolgt von einem gemeinsamen Album mit Terry Riley, „Church of Anthrax“ (1971), dessen dynamische Monotonie seiner Zeit um Jahrzehnte voraus ist. Im weiteren Verlauf der Siebziger zieht es den rastlosen Multiinstrumentalisten nach Großbritannien zurück, wo er mit einer Vielzahl von Musikern wie Brian Eno, Chris Spedding oder Kevin Ayers zusammenarbeitet. Auf Nick Drakes zweitem Album „Bryter Layter“ spielt Cale Bratsche und Cembalo, auf Nicos „The End“ so gut wie alle Instrumente. Nebenbei betätigt er sich als Talentscout für Island Records. Seine lauten, oft provokativen Auftritte passen derweil gut in die aufkommende Punk-Welle. Nach der Veröffentlichung seines oft als Meisterstück bezeichneten „Music For a New Society“ (1982) zieht sich Cale ins Familienleben zurück und wagt erst 1989 ein Comeback mit Vertonungen von Dylan-Thomas-Gedichten: „Words for the Dying“ (1992) wird von Brian Eno produziert. „Songs for Drella“, ein letzter Gruß an den Velvet-Mentor Andy Warhol, führt 1993 zu einer kurzen Reunion der Velvet Underground. 1998 dann der Nachruf auf die verstorbene Sängerin: „Nico„. Mit den teils elektronischen Alben „Hobo Sapiens“ (2003) und „Black Acetate“ (2005) gelingt es Cale, seinen Ruf als Impulsgeber der modernen Popmusik ein für allemal zu festigen. Im Februar 2007 erscheint das Live-Album „Circus Live“. Cale arbeitet inzwischen verstärkt auch als Filmmusikkomponist, wo er sich oft eines klassischen Instrumentariums bedient.

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