John Boorman

Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

In seinen Filmen stehen der Verlust der Unschuld, die Schrecken des Waldes, jugendliche Gewaltriten und die Sage um König Artus und die Ritter von der Tafelrunde im Mittelpunkt. Der britische Regisseur John Boorman, 1933 in Shepperton geboren, war Inhaber einer chemischen Reinigung, Filmkritiker und Dokumentarfilmer für die BBC, bevor er 1963 im Film mit dem Pop-Musical „Catch us if you Can“ (mit den „Dave Clark Five“) debütierte. Bereits sein zweiter, in den USA gedrehter Film „Point Blank“, eine harte Gangster- und Rachegeschichte im Stil des Film noir, in der Lee Marvin und Angie Dickinson spielten (und die 1998 als „Payback“ mit Mel Gibson ein Remake erfuhr), machte ihn berühmt. Nach dem Kriegsfilm „Die Hölle sind wir„, in dem Lee Marvin und Toshiro Mifune auf einer Insel um die Macht kämpfen, entstand mit „Beim Sterben ist jeder der Erste“ Boormans populärster Film, in dem vier Amerikaner (darunter Jon Voight und Ned Beatty) auf einer Wochenendtour während eines Wildwasserausflugs von Hinterwäldlern überfallen und von der Natur fast vernichtet werden. Boorman meisterte Science-Fiction-Stoffe („Zardoz“, mit Sean Connery und Charlotte Rampling), Abenteuer im Dschungel („Der Smaragdwald„, „Rangoon“) und zivilisationskritische Themen („Die Zeit der bunten Vögel„). Zu seinem Hauptwerk wurde „Excalibur“, eine rauschhafte Verfilmung der Gralssage, in der Barbarei, Lyrismus und sinnliche Visualisierungen des Mythos um Merlin und Artus eine moderne Sicht der Legende ergeben. Gelöst zeigte er sich in „Hope and Glory„, einer autobiografischen Erweckung seiner Kindheit im London des Zweiten Weltkriegs. 1998 erhielt er für seinen Gangsterfilm „Der General“, um den irischen Dieb und Volkshelden Martin Cahill, den Regiepreis in Cannes. Boorman, 1975-1982 Vorsitzender der „National Film Studios of Ireland“ und Herausgeber einer Filmbuchreihe, drehte 1999 eine Dokumentation über seinen langjährigen Freund, den Schauspieler Lee Marvin. Boormans Sohn Charley spielte in „Der Smaragdwald“ die Hauptrolle, seine Tochter Telsche schrieb mit am Drehbuch zu „Die Zeit der bunten Vögel“.

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