John Badham

Producer • Regisseur
John Badham Poster

Leben & Werk

In England geborener amerikanischer Regisseur und Ausführender Produzent, der zwischen 1977 und 1995 zu den erfolgreichsten amerikanischen Action-Regisseuren gehörte und vorher wie nachher für das Fernsehen arbeitete, wo er circa 50 Produktionen inszenierte. John Badham machte mit seinem zweiten Spielfilm „Saturday Night Fever – Nur Samstag Nacht“ John Travolta über Nacht zum Star, führte mit dem Hubschrauber-Thriller „Das fliegende Auge“ (mit Roy Scheider als Pilot) High-Tech-Waffen ins Action-Genre ein, drehte mit „Drop Zone“ (mit Wesley Snipes und Yancy Butler) den besten Sky Diver Actioner, war der erste, der in „War Games“ (mit Matthew Broderick) Computerhacker zu Helden machte, schickte einen klugen Kampfroboter in „Nr. 5 lebt“ auf Reisen, inszenierte mit „Stake-Out“ (mit Madeleine Stowe und Richard Dreyfuss) den trendsetzenden Überwachungs-Thriller und drehte vor Serien wie „24“ Thriller in Echtzeit, so „Gegen die Zeit“ mit Johnny Depp als Attentäter wider Willen.

John Badham wurde 1939 in Luton, Bedforshire, als Sohn der Schauspielerin Mary Hewitt und eines amerikanischen Generals geboren, dem Hewitt in die USA folgte. Er wuchs in Alabama auf, besuchte dort die Schule und zog nach seinem Abschluss an der Yale University und der Yale School of Drama nach Hollywood, wo er alles daran setzte, für das Fernsehen zu arbeiten. Zwischenn 1969 und 1975 inszenierte Badham zwanzig Filme und Serienepisoden, u.a. für „Die Straßen von San Francisco“ und „Kung Fu„. 1976 wurde Hollywood auf sein Baseball-Drama „The Bingo Long Travelling All-Stars and Motor King“ mit Billy Dee Williams aufmerksam und engagierte ihn für das auf einem Magazin-Artikel basierende Disco-Drama „Saturday Night Fever„, mit dem John Travolta seine Karriere begann, die Bee Gees zu Plattenmillionären avancierten und der den Höhepunkt der Disco-Welle markierte.

Von da an war Badham ein Name, der zwischen Erfolgsfilmen eine romantische „Dracula“-Version (1979 mit Frank Langella), das Sterbehilfedrama „Ist das nicht mein Leben?“ (mit Dreyfuss und John Cassavetes), das Fahrradrennendrama „American Flyers“ (mit Kevin Costner) inszenierte. Badham ließ Mel Gibson von David Carradine in „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ (1990) durch die halbe USA jagen, sein Hitwoman-Thriller „Codenname: Nina“ (mit Bridget Fonda), Remake von Luc Bessons „Nikita“ und Vorbild der TV-Serie, gilt unter Noir-Freunden als besser als das Original.

Zu Badhams TV-Arbeiten gehören der Bilderfälscher-Thriller „Incognito“ (mit Irène Jacob und Jason Patric), das Kammerspiel um eine bedrohte Schriftstellerin (Candice Bergen) in „Footsteps“ (nach einer Vorlage von Ira Levin), das Biopic um den Sensationsartisten und Daredevil „Evel Knievel“ und „“The Jack Bull“ (mit John Cusack), die Western-Version von Heinrich von Kleists „Michael Kohlhaas“-Novelle. Badham inszenierte Episoden der Cop-Serie „The Shield“ (mit Glenn Close, 2002), von „Blind Justice“ (2005, um den blinden Police Detective Jim Dunbar (Ron Eldard)) und hatte das Pech, die hoch gelobte Anwaltserie „Just Legal“ (2005) auf dem falschen Sender (die kleine Station WB) statt für ein großes Network zu produzieren und verhinderte so ungewollt das Comeback von Don Johnson („Miami Vice“), der als desillusionierter Strafverteidiger Grant Cooper auftritt.

John Badham gehörte zum Verwaltungsrat des Williamstown Theatre in Massachusetts, ein Sommertheater, wo er auch inszenierte. 2005 lehrte er Film an der Chapman University of Orange in Kalifornien. Im Lauf seiner Karriere entwickelte der Technik-Fan einige Software-Programme für Filmproduktionen.

John Badham wurde 1984 für „War Games“ mit dem Saturn Award der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films ausgezeichnet. 2005 erhielt er auf dem Temecula Valley International Film Festival den Career Achievement Award.

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