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Leben & Werk

Johannes Heesters - eigentlich Johan Marius Nicolaas Heesters - stand mit über 100 Jahren noch auf der Bühne und vor der Kamera. Viele seiner Bewunderer werden noch seine Interpretation des Liedes „Heut geh‘ ich ins Maxim“ aus „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár im Ohr haben. Allein mit seiner Rolle des Grafen Danilo in dieser Operette stand Heesters 1600-mal auf der Bühne. Er spielte Sänger, Künstler und Grafen und verkörperte dabei nicht selten den jugendlichen Liebhaber. Später dann auch den „alten Gauner“, der leicht verschmitzt zu verstehen gibt, dass ein vorgerücktes Alter ihm wenig anhaben kann.

Am 5. Dezember 1903 wurde Heesters in Amersfoord in den Niederlanden geboren. Nach der Schule wollte er angeblich katholischer Geistlicher werden, absolvierte dann aber doch eine kaufmännische Ausbildung bei einer Bank. Mit 16 entschloss er sich, Schauspieler zu werden. Nachdem er eine Gesangs- und Schauspielausbildung durchlaufen hat, stand er in Amsterdam zum ersten Mal auf der Bühne. Die erste Filmrolle folgte 1924 in dem holländischen Stummfilm „Cirque Hollandais“. Johannes Heesters heiratete 1930 die belgische Schauspielerin Louise Ghijs. Mit ihr hat er zwei Töchter, die ebenfalls künstlerische Laufbahnen einschlugen. Nach großen Erfolgen in Österreich, besonders im Operettenfach, folgte 1936 sein erstes Engagement bei der Ufa. In der Folgezeit entstehen zahlreiche Filme. Dem Holländer Heesters wurde seine unkritische Haltung gegenüber der NS-Diktatur oft angekreidet. Als auch die Niederlande von deutschen Truppen besetzt wurden, sahen besonders seine Landsleute in ihm einen Kollaborateur. Seine Rolle im Dritten Reich ist sicher zwiespältig zu werten. Nach dem Krieg folgten zahlreiche Theater-, Fernseh- und Filmauftritte. 1992 heiratete Johannes Heesters die deutlich jüngere Schauspielerin Simone Rethel, mit der er gemeinsam noch häufig auf der Bühne stand. 1997 schaffte er es ins „Guinness-Buch der Rekorde“: Er war der älteste Schauspieler, der 250-mal in Folge in einer Hauptrolle auftrat.

Ab 1934 dreht Heesters meist in Deutschland zahlreiche Unterhaltungsfilme: „Der Bettelstudent“ (1936), „Gasparone“ (1937), „Nanon“ (1938), „Hallo Janine!“ (1939) und „Rosen in Tirol“ (1940) machen den Herrn mit Frack und Seidenschal zum Liebling besonders des weiblichen Publikums. Es folgen „Immer nur Du“ (1941), „Karneval der Liebe“ (1943) und „Es fing so harmlos an“ (1944). Nach 1945 konnte Heesters seine Karriere recht nahtlos fortsetzen: „Die Fledermaus“ (1946), „Hochzeitsnacht im Paradies“ (1950) und „Im weißen Rössl“ (1952) trafen sehr genau den Geschmack der Zeit. „Die Jungfrau auf dem Dach“ (1953) führte den Mimen auch einmal nach Hollywood. „Bel Ami“ (1957) sah Heesters selber als den Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens an. Es folgten noch zahlreiche weitere Filme und vor allem TV-Produktionen. Hier wären zu nennen: „Sonny Boys“ (1982) „Ein gesegnetes Alter“ (1996) und seine Rolle des Meister Hora in „Momo“ (1999).

Johannes Heesters, der mit seiner Frau Simone Rethel am Starnberger See lebte, verstarb am 24. Dezember 2011 im Alter von 108 Jahren.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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