Joel Silver

Schauspieler • Producer • Regisseur
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Leben & Werk

Wie sein Kollege Jerry Bruckheimer lässt es Produzent Joel Silver in seinen Filmen gerne ordentlich krachen. Special Effects, Explosionen und Verfolgungsjagden – auf diesem Terrain hat Silver Standards gesetzt. Doch bei allem Geballer und Gehetze sind die Action-Sequenzen auch als Elemente emotionalen Erzählens zu verstehen, die die Handlung voran treiben. Silvers Filme spielten weltweit über 3,5 Milliarden Dollar ein. Das bedeutet durchschnittlich mehr als 100 Millionen Dollar pro Film. Der Science-Fiction-Hit „Matrix“ (vier Oscars, u.a. für Spezialeffekte) gilt als der erfolgreichste Film der Geschichte der Warner Brothers Studios. Auf Silvers Konto gehen auch die „Lethal Weapon„-Cop-Buddy-Movies von Richard Donner. Deren Star Mel Gibson zählt zusammen mit Bruce Willis („Die Hard“, „Hudson Hawk„, „Last Boy Scout„) zu seinen Hausstars, aber auch Arnold Schwarzenegger verdankt dem Action-Experten mit „Phantom-Kommando“ und „Predator“ einen Teil seines Erfolges in den 80er Jahren. Silver wurde 1952 in South Orange, New Jersey geboren. Er studierte an der New York University und stieg als Assistent von Lawrence Gordon ins Filmgeschäft ein. Er arbeitete für Action-Spezialist Walter Hill („Driver“, „Straßen in Flammen„) und fungierte bis 1985 als dessen Co-Produzent. Der Erfolg des Schwarzenegger-Hits „Phantom-Kommando“ ermöglichte ihm seine eigene Firma Silver Productions. Für den Kabelsender HBO entwickelte Silver die Reihe „Geschichten aus der Gruft„, die es 1995 mit „Ritter der Dämonen“ sogar ins Kino schaffte. 1999 gründete Silver mit der Firma Dark Castle Entertainment eine Produktionsgesellschaft, die sich dem Erbe des Horrorfilmregisseurs William Castle (1914 – 1977) widmet. So entstanden mit „Haunted Hill“ und „13 Geister“ gleich zwei Castle-Remakes. Mehrere von Silvers Action-Filmen befassen sich mit politischen Themen und sind für Mainstream-Arbeiten bemerkenswert kritisch: Der Paranoia-Thriller „Fletchers Visionen“ (mit Mel Gibson und Julia Roberts) zeigt Silvers Version eines Überwachungsstaates, und „Passwort: Swordfish“ (mit Halle Berry) erzählt – überraschend politisch unkorrekt – von einem Superterroristen (John Travolta), der einen Privatkrieg gegen Feinde der USA führt und sich geheimer Milliardenkonten der Regierung bedient. 1990 wurde Silver als Produzent des Jahres geehrt, 1993 durfte er sich auf dem Walk of Fame mit einem Stern verewigen. Zudem erhielt er den Image Award der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), da in seinen Filmen kontinuierlich zahlreiche Haupt- und Nebenrollen mit Vertretern ethnischer Minderheiten besetzt werden. 1967, während seiner Highschool-Zeit erfand Silver das Mannschaftsspiel Ultimate Frisbee, das mittlerweile in 42 Ländern ausgetragen wird. Als Darsteller war Silver, der 2002 und 2003 zwei weitere „Matrix“-Filme in die Kinos bringt, in Robert Zemeckis‘ „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ zu sehen: In der Anfangssequenz ist er der Regisseur, der sich mit seinem Star Roger Rabbit herumstreitet.

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