Joel McCrea

Schauspieler • Produzent
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Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler (1905 - 1990). Er saß mit Würde, Autorität und Gelassenheit auf den vielen Pferden, die er im Western-Genre ritt. Joel McCrea, einer der unterschätzten Schauspieler Hollywoods, spielte in vielen anderen Produktionen, sein Image aber ist mit dem des aufrechten, integren und unbeirrbaren Western-Helden verbunden, den er wie kaum ein anderer glaubhaft - nicht nur mit beeindruckenden Reitkünsten - verkörperte. Der gut aussehende McCrea spielte einsame Western-Helden in Prestige-Filmen und B-Movies. Daneben war er erfolgreicher Rancher, der sein Grundstück mit dem Geld kaufte, das er als Schauspieler verdient hatte, und es mit Gewinn wieder verkaufte. McCrea arbeitete mit Howard Hawks („Barbary Coast“), William Wyler („Infame Lügen“), Alfred Hitchcock („Mord“), Cecil B. DeMille („Union Pacific„), Raoul Walsh („Vogelfrei“) und Preston Sturges, der die Satire „Sullivans Reisen“ und die Komödie „Atemlos nach Florida“ für ihn schrieb. McCrea beendete seine Karriere in Sam Peckinpahs Meisterwerk „Sacramento“ (1961), der den Spätwestern begründete: Outlaw mit Brille, begleitet Steve Judd einen Goldtransport und erlebt, wie sein Kumpel (Randolph Scott) zum Verräter wird. Ein Abschied in Würde.

Joel Albert McCrea wurde in South Pasadena, Kalifornien als Nachfahr von Pionieren geboren. Der eine Großvater kam 1849 mit dem Planwagen nach Frisco, der andere kutschierte Postkutschen und kämpfte gegen die Apachen. Nach der Hollywood High School ging er ans Pamona College. Vor seiner Karriere arbeitete er auf Ranches, verkaufte Zeitungen an Filmleute, besorgte ihnen Pferde und kannte ihre Töchter von Parties. Er sammelte Filmerfahrung als Statist und Double, erhielt 1927 seine erste Filmrolle, 1928 einen Vertrag mit MGM, 1929 wechselte er zu RKO, spielte seine erste Hauptrolle in „The Silver Horde“ und war 1932 der mutige Mann, der in „Graf Zaroff - Genie des Bösen“ den Menschenjäger besiegt. Gregory La Cava besetzte ihn im Drama „Oberarzt Dr. Monet“, wo er neben Claudette Colbert und Charles Boyer bestand.

Zu McCreas Western der Jahre gehören „Wells Fargo“, wo er Verkehrspionier der Postlinie ist und DeMilles „Union Pacific - Die Frau gehört mir“ (1939), wo er an der Seite von Barbara Stanwyck den Bau der transkontinentalen Eisenbahn vorantrieb. In Hitchcocks „Mord“ (1940) kämpft McCrea gegen Nazi-Agenten in Holland. Als Regisseur mischt er sich, als Penner verkleidet, in Sturges‘ bissiger Satire „Sullivans Reisen“ unter Obdachlose und Tramps. In Sturges‘ irrwitziger Screwball Comedy „Atemlos nach Florida“ ist er Erfinder und Ehemann von Colbert, der Queen of Screwball Comedy. Mit „Buffalo Bill - Der weiße Indianer“ (1944, vom „Wild Bill“ William A. Wellman) beginnen die fast nur dem Western gewidmeten Jahre, er verkörpert historische Figuren wie Sam Houston in „Der Held von Texas“ und Marshal Wyatt Earp in Jacques Tourneurs „Wichita“ (1955). Die Western McCreas gehören zum sehenswerten Kanon des Genres: „Vogelfrei“ (Western als Film noir), „Der Mann aus Virginia“, „Revoverlady“ (Remake von „Der große Bluff“), „Teufelspassage“, „Ohne Gesetz“, „Drauf und dran“, „Flucht nach Nevada“, „Fluch der Gewalt“ und „Allein gegen alle“.

Nach „Sacramento“ zog sich McCrea auf seine Ranch im Comejo Valley, Kalifornien, zurück. Er starb 1990 in Woodland Hills, Kalifornien, an einer Lungenentzündung. McCrea war zeitlebens mit Schauspielerin Frances Dee (1909-2004) verheiratet, die er während Dreharbeiten zu „The Silver Horde“ kennen gelernt hatte und die unter anderem in „Flucht nach Nevada“ seine Partnerin war. (geh)

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