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Leben & Werk

Deutscher Kabarettist, Autor, Regisseur und Schauspieler. Er hat fast alles gemacht, um Menschen zum Lachen zu bringen, hat vom Kabarett über Comedy-Reihen und Talkshows die deutsche Lachkultur mitgeprägt und war auf dem Boulevardtheater so zu Hause wie in TV-Serien und Kinofilmen. Jochen Busse war eine Säule der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, bereicherte mit der Sketchreihe „Nur für Busse“, der RTL-Freitagabendshow „7 Tage, 7 Köpfe“ und Comedy-Serien wie „Das Amt“ die deutsche TV-Unterhaltung. Seit 2007 touren er und Kollege Henning Venske als Grandseigneurs des politischen Kabaretts, mit Bühnenprogrammen („Legende trifft Urgestein“, seit 2009 „Inventur“) durch den deutschsprachigen Raum.

Jochen Busse wurde 1941 in Iserlohn im Sauerland in Westfalen geboren und verließ vor dem Abitur die Schule, um sich der Schauspielerei zu widmen. Mit 19 Jahren debütierte er an den Münchner Kammerspielen. Sein Weg führte zum Studentenkabarett „Die Knallfrösche“, zum Kabarett „Die Schmiere“ in Frankfurt“ und drei Jahre zum „Kom(m)ödchen“ in Düsseldorf. Von 1976 - 1991 gehörte er, wie Venske, zum Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, wo er die Kunst der treffsicheren Pointe, des florettartigen Wortspiels und der subversiven Komik erlernte und beherrschte, die er in seine TV-Arbeit einbrachte. Busse setzte mit gekonntem Timing die hohen Lagen seiner Stimme bis zum Kieksen ein.

Ende der 60er-Jahre debütierte Busse in der TV-Reihe „Das Kriminalmuseum“ und war 1970 im Straßenfeger „11 Uhr 20“ (Dreiteiler) der mordende Bohringenieur. Er war in Krimis („Die jungen Tiger von Hongkong“, „Engel, die ihre Flügel verbrennen„), Komödien („Tante Trude aus Buxtehude“), Sexfilmen („Hausfrauen-Report“, Teile 3 und 6) und als Bankfilialleiter in Niklaus Schillings „Die Vertreibung aus dem Paradies“ (1977) zu sehen. In den 80er-Jahren war er Partner von Thomas Gottschalk und Mike Krüger in den Kassenerfolgen „Die Supernasen„, „Zwei Nasen tanken Super“ und „Die Einsteiger„, von Krüger in „Geld oder Leber!“, von Gottschalk und Helmut Fischer in „Zärtliche Chaoten II“ und von Gerhard Polt und Dieter Hildebrandt in der Karneval- und Versicherungs-Satire „Kehraus„.

Busses große TV-Stunde begann, nach Anfängen in der „Medienklinik“ (WDR), mit der Sketch-Reihe „Nur für Busse“, deren Markenzeichen der Kabarettist unter dem Verkehrsschild „Nur für Busse“ ist. Nach elf Folgen der Serie „Die Hausmeisterin“ (BR, mit Veronika Fitz), wechselte Busse zum Privatfernsehen und wurde populär als Moderator der von Rudi Carrell produzierten Freitagabendshow „7 Tage, 7 Köpfe“ (RTL 1996-2005), die das politische Geschehen der Woche karikierte, und parallel als Hagen Krause, Büroleiter im Bauamt einer Kleinstadt, in der Comedy-Serie „Das Amt“ (RTL 1997-2003, 75 Episoden). 2005 war er in der Comedy-Serie „Nicht von dieser Welt“ (Sat 1, 8 Folgen) der Außerirdische YOK und moderierte 2006 die Comedy-Talkshow „Der heiße Brei“ (Sat 1). Er war Moderator der NDR-Unterhaltungsshow „Lachen macht Spaß“ (2007), Gast in der Impro-Show „Schillerstraße“ und in „Pilawas große Märchenstunde“.

Jochen Busse inszenierte 2000 am Wuppertaler Schillertheater Heinrich von Kleists Komödie „Der zerbrochene Krug„. Er schreibt als Autor eigene Texte für TV- und Bühnenprogramme.

Für seine Leistungen als Kabarettist und Comedian wurde Busse unter anderem 1998 mit Bambi und Goldenem Löwen (für „7 Tage, 7 Köpfe“), 2000 mit dem Ehrenpreis des Deutschen Comedypreises (für sein Lebenswerk), 2004 mit dem Sonderpreis des Deutschen Comedypreises (für Ausdauer) und 2010 mit dem Ehrenpreis des Deutschen Kleinkunstpreises ausgezeichnet.

Jochen Busses erste Ehe mit einer Cutterin wurde geschieden. Von 1994-2000 war er mit Sabine Kersten, mit der er einen Sohn hat, in dritter Ehe verheiratet. Von 2002-2006 war er mit Filmemacherin Bea Sommer liiert. Seit 2007 ist er mit Constanze Volkner verheiratet, die vierjährige Zwillinge mit in die Ehe brachte.

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