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Joaquin Phoenix

Schauspieler • Producer • Sprecher • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Wie „Oscar“-Preisträger Benicio Del Toro („Traffic“), der dem ebenfalls nominierten Kollegen (für „Gladiator“) 2001 den Preis als Bester Nebendarsteller wegschnappte, wird Joaquin Phoenix gern mit dem jungen Marlon Brando verglichen, da beide Schauspieler die Aura des vergrübelten Skeptikers umgibt. Bei Phoenix kommt das Flair des mit seinen Dämonen ringenden Grenzgängers zwischen Gewalt, Wahnsinn und Selbstzerfleischung hinzu. Kein Wunder, dass ihm die Darstellung des „Joker“ so überzeugend gelungen ist – 2020 wird Phoenix endlich mit einem Oscar belohnt.

Joaquin Phoenix wurde am 28. Oktober 1974 in Puerto Rico geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern auf, die nach dem Umzug nach Los Angeles genau wie er bereits in jungen Jahren als Kinderdarsteller aktiv waren. Seine ersten Filmrollen übernahm er als „Leaf“ Phoenix, in Anlehnung an die Namen seiner Geschwister (River, Rain, Summer und Liberty).

Nachdem sein Bruder River 1993 verstarb, kehrte Phoenix Mitte der 90er-Jahre nach Hollywood zurück. Bereits in dieser frühen Phase zeichnet sich sein prägnanter Schauspiel-Stil ab: Phoenix‘ Charaktere sind korrupt, gefallsüchtig, brutal, liebesunfähig oder hadern mit der Welt: glanzvoll in ihrer Persönlichkeitsspaltung, lüstern in ihren meist dekadenten Begierden und schwermütig in ihren Schmerz verbissen.

So meuchelt er als Commodus in „Gladiator“ seinen Vater, den Imperator Marc Aurel, und ist der Schwester inzestuös zugetan. Den Kampf gegen Russell Crowe gewinnt er durch Heimtücke. In M. Night ShyamalansSigns“ muss er es mit Außerirdischen aufnehmen. Shyamalan gab Phoenix ebenfalls in seinem Mystery-Thriller „The Village“ (2004) eine tragende Rolle.

Große Anerkennung erhielt er für seine Johnny Cash-Verkörperung im biografischen Drama „Walk the Line“, für welche er vom Sänger selbst ausgewählt und zum zweiten Mal für einen Oscar nominiert wurde. Drei Jahre später führte er ein echtes Husarenstück auf: Er kündigte das Ende seiner Schauspielkarriere an, denn zukünftig wolle er eine Hip-Hop-Karriere einschlagen. Ein Jahr lang hielt er mit bizarren Auftritten die Öffentlichkeit zum Narren – bis 2010 Casey Afflecks Mockumentary „I’m Still Here“ für Auflösung sorgte.

Im Anschluss kehrt er zu seiner alten (Schauspiel-)Form zurück: Mit Dramen wie „The Master“ und „Her“ sowie dem Woody Allen-Film „Irrational Man“ erobert er nach seiner Pseudo-Musikkarriere die Kinoleinwand zurück.

2019 stockte vielen Zuschauer*innen beim Anblick des „Joker“ der Atem. Die Reaktionen auf die düstere Comic-Verfilmung fielen zwar gemischt aus, dennoch erhielt der Film beachtliche Kritiken. Besonders Phoenix überzeugt in der Rolle des zurückgewiesenen und schmerzerfüllten Hobby-Comedian Arthur Fleck, der letztendlich dem Wahnsinn verfällt. Für insgesamt elf Oscars ist der „Joker“ 2020 nominiert, Phoenix wurde bei den Academy Awards als Bester Darsteller ausgezeichnet.

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