Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Stars
  3. Joan Baez

Joan Baez

Schauspieler • Musiker
Bilderstrecke starten(13 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Joan Baez

Leben & Werk

Sie zählt neben Bob Dylan und Pete Seeger zu den Ikonen des amerikanischen Folk: Die am 9. Januar 1941 als Tochter einer Quäker-Familie mit britisch-mexikanischen Wurzeln in New York geborene Joan Chandos Baez ist durch ihren unverkennbaren Gesangsstil ebenso wie durch ihr politisches Engagement in der Bürgerrechts- und Friedensbewegung über die Jahrzehnte im Gespräch geblieben. Bedingt durch den Beruf des Vaters - Dr. Albert Baez ist ein bekannter Physiker - wechselt die Familie während Joans Kindheit häufig den Wohnsitz: USA, Frankreich, Schweiz, Italien, Mittlerer Osten, Irak. Zurück in den Staaten beginnt die inzwischen an der Universität von Boston eingeschriebene junge Frau, in den Clubs der örtlichen Folk-Szene mit ihrer Gitarre aufzutreten. Es kommt zu einer ersten Einspielung, doch erst die Teilnahme am Newport Folk Festival 1959 bringt der Sängerin mit dem beachtlichen Vibrato den Durchbruch. Kurz darauf erscheint das Debütalbum „Joan Baez“ (1960), das sich mittelmäßig verkauft. Doch bereits der schlicht mit „Joan Baez Vol. 2“ betitelte Nachfolger wird vergoldet, ebenso wie die Live-Mitschnitte „Joan Baez Live“ (Part 1 und Part 2; 1962, 1963). Joan Baez setzt sich an die Spitze der neuen Folk-Bewegung, der auch der junge, noch unbekannte Bob Dylan angehört: Sie stellt ihn ihrem Publikum bei Konzerten vor (von 1962 bis 1965 sind die beiden auch privat ein Paar). Im Verlauf der Sechziger, vor dem Hintergrund von Vietnamkrieg und Bürgerrechtsbewegung, verbindet Joan Baez ihre Musik und ihre politischen Aktivitäten zu einer untrennbaren Einheit. Ihre Darbietung von Pete Seegers „We Shall Overcome“ bei Martin Luther Kings Marsch auf Washington macht sie 1963 zur prominentesten Interpretin dieses Stücks. 1965 gründet sie das „Institute for the Study of Nonviolence“, 1967 wird sie wegen zivilen Ungehorsams - Protest gegen den Vietnamkrieg - zweimal verhaftet. Anfang der Siebziger hilft sie beim Aufbau des amerikanischen Zweiges von Amnesty International. Gegen Ende des Jahrzehnts wendet sie sich musikalisch opulenteren Arrangements zu, experimentiert mit Folkrock und Country. 1971 gelingt ihr mit „The Night They Drove Old Dixie Down“ von The Band ein Top-Ten-Hit. Sie beginnt nun, auch eigene Stücke zu schreiben. Der Titelsong ihres bestverkauften Albums, „Diamonds & Rust“ (1975), wird 1977 von der britischen Metal-Truppe Judas Priest (benannt nach einem Dylan-Song) gecovert. Über verschiedene Wechsel der Plattenfirma bleibt sich die stets fleißig tourende Grande Dame der amerikanischen Folkmusik während der Achtziger und Neunziger stilistisch treu. Auf „Dark Chords And A Big Guitar“ überrascht sie 2003 mit Coverversionen aus der Feder der Kindergeneration. Ein Konzertmitschnitt aus dem New Yorker Bowery Ballroom erscheint 2005 unter dem Titel „Bowery Songs“. Im Dezember singt sie gegen die Exekution von Tookie Williams, im Mai 2006 demonstriert sie mit einem so genannten „Tree-sit“ für den Naturschutz.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare