Joan Allen

Schauspielerin • Sprecherin
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Leben & Werk

Ihre Ehefrauen, die betrogen, ausgenutzt, verführt und belogen werden, die frustrierte Seelen, verhärmte Psychen und verkümmerte Körper tragen, sind Legion. Ob als (authentische) Präsidentenfrau Pat Nixon in Oliver Stones „Nixon“, als kleptomane Gattin von Kevin Kline, die Bücher über erfülltes Sexualleben liest, während er fremdgeht („Der Eissturm“), als puritanische Frau des Farmers Daniel Day-Lewis, der in „Hexenjagd“ die wilde Winona Ryder liebt, als von FBI-Agent John Travolta vernachlässigte Ehefrau, die von Nicolas Cage in „Face/Off – Im Körper des Feindes“ unter Travoltas Gesichtshaut geliebt wird, oder als Frau von Jeff Bridges in Francis Ford Coppolas „Tucker“: Immer wird Joan Allen (geb. 1956) um die Männer hart kämpfen müssen, um sie zurückzugewinnen, was manchmal nicht ihr Sieg ist, sondern der der Umstände.

Eine sehr witzige Variante ihres Rollentypus, der gleichwohl bei aller Ähnlichkeit äußerstes Differenzierungsvermögen verlangte, spielte die in Illinois geborene Charakterdarstellerin in dem Zeitreisefilm „Pleasantville„. Joan Allen hatte bereits eine erfolgreiche und mit Preisen belohnte Karriere als Theaterschauspielerin und in TV-Produktionen hinter sich, als sie 1985 ihren ersten Spielfilm drehte. Nach zwei Oscar-Nominierungen für Nebenrollen in „Nixon“ und „Hexenjagd“ wurde Allen 2001 für ihre integere Senatorin, die in „Rufmord – Jenseits der Moral“ in den Mittelpunkt einer Schlammschlacht gerät, erstmals für die weibliche Hauptrolle nominiert.

Nach kleineren Rollen als CIA-Assistenzdirektorin, die in „Die Bourne Verschwörung“ den unter Amnesie leidenden Agenten (Matt Damon) verhaften lassen will, und Mutter, die während des Zweiten Weltkriegs in „Wie ein einziger Tag“ die täglichen Briefe des Soldaten Noah an ihre Tochter abfängt, stand sie in „An Deiner Schulter“ wieder in ihrer Paraderolle im Mittelpunkt: Als verlassene Ehefrau Terry drangsaliert sie ihre vier Töchter und weint sich während gemeinsamer Zechgelage bei einem abgehalfterten Baseball-Star (Kevin Costner) aus, zu dem sie alsbald auch zarte Bande knüpft. In Sally Potters „Yes“ betrügt Allen als amerikanische Wissenschaftlerin ihren Mann mit einem libanesischen Arzt (Simon Abkarian) und bricht gemeinsam mit diesem zu einer Odysee auf, die sie von London über Belfast und Beirut nach Havanna führt.

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