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Jimmy Wang Yu

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Kameramann
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Leben & Werk

In der 70er-Jahren der nach Bruce Lee beliebteste Star des Hongkong-Kinos, verkörperte Jimmy Wang Yu verschlossene harte Kämpfer mit männlichem Auftreten. Sein Kampfstil war nicht sonderlich elegant, aber sein durchtrainierter Körper sorgte für Leinwandpräsenz. In einigen Filmen ist Wang Yu mit Schnurrbart zu sehen. Wang Yu wurde schon 1965 mit seinem zweiten Film „Temple of the Red Lotus“ über Nacht ein Star. Die Studios der Shaw Brothers entwickelten sich zur größten Produktionsstätte Hongkongs und konnten 1967 mit Wang Yu in der Rolle des einarmigen Schwertkämpfers, der in Chang Chehs „Das goldene Schwert des Königstigers“ („One -Armed Swordsman“) gegen eine Übermacht von Gegnern antrat, den erfolgreichsten Hongkong-Film aller Zeiten vermelden.

Wang Yu gehörte in dieser Zeit der Schwertkampfepen wie Bruce Lee zu den Pionieren des eigentlichen und waffenlosen Kung-Fu-Films. Noch vor Lees großen Erfolgen startete 1971 unter eigener Regie sein „One Armed Boxer - Eine Faust wie ein Hammer“, der als erster reiner Kung-Fu-Film gilt. Im Poker um mehr Honorar verlor Wang Yu gegen die Shaw Brothers, gründete seine eigene Produktionsgesellschaft und schloss sich später den Golden Harvest Studios an.

Wang Yu hatte seinen letzten großen Erfolg unter eigener Regie mit „One-Armed Boxer II - Duell der Giganten“ (1975). Dort griff er seine Standardrolle des einarmigen Kämpfers wieder auf. Der Film wurde berühmt, weil er die Figur des blinden Killers einführte, der als Meister der fliegenden Kopflosmacher alle einarmigen Kämpfer mit der Guillotine tötet und auf Wang Yu trifft. „Duell der Giganten“ ist einer der Lieblingsfilme von Quentin Tarantino, und das musikalische Motiv des Killers ist in „Kill Bill“ zu hören (tatsächlich ein Soundexzerpt der Düsseldorfer Krautrock-Formation Neu! - so verschlungen sind bisweilen die Wege).

In seiner Zeit bei den Golden Harvest Studios lernte Jimmy Wang Yu beim Dreh zu „The Killer Meteors - Tiger der Todesarena“ (1976) Jackie Chan kennen, der ihn bald an Popularität übertrumpfte. In seiner Autobiographie schreibt Jackie Chan, dass ihm Wang Yu in einem Streit wegen Verträgen mit Golden Harvest zur Seite stand und ihm dadurch quasi das Leben rettete. Wang Yus Lebensstil trug viel zu seiner schrumpfenden Beliebtheit bei. Er galt als aufbrausend, überheblich, sonnte sich im Glanz der Vergangenheit, provozierte Schlägereien, hatte Verbindungen zu den Triaden. 1981 stand er in Taiwan wegen Mordes vor Gericht. In einem spektakulären Coup mit Polizei und Reportern an der Seite erwischte er 1999 seine Frau Kai Chen in flagranti und ließ sich scheiden.

Jimmy Wang Yu spielte in rund 60 Filmen und führte in 14 Filmen die Regie.

2003 verfilmte der amerikanische Regisseur Steve Oedekerk Wang Yus „Tiger and Crane Fist“ (1977) als „Kung Pow“.

Durch DVD-Wiederveröffentlichungen hat Wang Yu erneut Popularität gewonnen, so mit „Duell der Giganten“ und dem TV-Dauerbrenner „Return of the Chinese Boxer - Das Todeslied der Shaolin“ (1975), wo er als chinesischer Patriot Japaner bekämpft und bereits Gewehre, Pistolen und eine Art Maschinengewehr zum Einsatz kommen.

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