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Leben & Werk

Er gilt als der Erfinder der modernen Rockgitarre schlechthin. Jimi Hendrix kreierte aus dem Blues eines Muddy Waters oder Elmore James eine neue, hochenergetische Spielweise und nutzte die technischen Möglichkeiten der neuen Marshall-Verstärker, um seiner Gitarre bis dahin ungeahnte Klänge zu entlocken. Der Showman Hendrix spielte über dem Kopf, hinter dem Rücken oder mit der Zunge, bändigte sein aufheulendes Instrument mit dem Hebel des Tremolosystems, ließ es in die Lautsprecherboxen krachen oder setzte es gar in Brand wie bei seinem legendären Auftritt beim Monterey Festival im Jahre 1967. Eine ganze Generation applaudierte diesem Ausdruck einer aggressiven Protesthaltung, die der ansonsten äußerst umgängliche Musiker jedoch nur auf der Bühne zeigte. James Marshall Hendrix kam am 27. November 1942 als Sohn eines Landschaftsgärtners mit afrikanisch-indianischen Vorfahren in Seattle zur Welt. Bereits im Teenageralter spielte Hendrix als Sideman in den verschiedensten Bands. Unter seinen frühen Arbeitgebern finden sich große Namen wie B. B. King, Little Richard oder Ike & Tina Turner, aber auch unbedeutendere, in Harlem angesiedelte Bands wie etwa Joey Dee & the Starlighters. Im September 1966 entdeckte Chas Chandler, Bassist der Animals, den unter dem Pseudonym Jimmy James auftretenden Musiker im Café Wha? in Greenwich Village und lud ihn nach London ein. Chandler organisierte die Begleitmusiker Noel Redding (Bass) und Mitch Mitchell (Schlagzeug) und investierte in das Projekt „The Jimi Hendrix Experience“ über 5000 englische Pfund - damals eine Wahnsinnssumme. Ein Jahr später wurde Hendrix als bester Gitarrist der Welt gehandelt, hatte Eric Clapton das Fürchten gelehrt, Alvin Lee blass aussehen lassen und Hits wie „Hey Joe“, „The Wind Cries Mary“ oder „Purple Haze“ aufgenommen. Die Gagen des 25-Jährigen erreichten Höhen von bis zu 100.000 Dollar. Doch der eher scheue Hendrix fühlte sich als glitzernder Superstar im Licht der Öffentlichkeit nicht recht wohl. Er löste die Experience auf und spielte in wechselnder Besetzung weiter, darunter auch mit dem Schlagzeug-Star Buddy Miles (in der „Band Of Gypsys“). Zunehmend häuften sich aber auch die Exzesse des gefeierten Gitarristen, dessen Alkohol- und Drogenkonsum ebenso zunahm wie sein Verschleiß an Groupies. Den wohl größten Auftritt seiner kurzen Karriere hatte Hendrix 1969 beim Woodstock Festival, wo er mit einer elektronisch zerfetzten Nationalhymne den Abgesang auf den gesamten American Way of Life lieferte. Jimi Hendrix wurde am 18. September 1970 in einem Londoner Hotel tot aufgefunden. Er war unter Alkohol- und Tabletteneinfluss an seinem Erbrochenen erstickt. Geschäftstüchtig war der Musiker nie gewesen: Er hinterließ knapp 20.000 Dollar auf seinen Bankkonten, die Vertragslage war verzwickt. Erst im Juli 1995 wurden seinem Vater James Allen Hendrix nach über 24-monatigem Rechtsstreit die inzwischen auf 300 Millionen Dollar geschätzten Rechte an den Tantiemen zugesprochen. Nach Hendrix‘ Tod begann die Industrie erst richtig mit der Vermarktung des Rock-Idols: Zu den fünf zu Lebzeiten erschienenen Alben gesellten sich im Laufe der Jahre über 300 weitere Titel.

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