Alle Bilder und Videos zu Jeremy Northam

Leben & Werk

Aristokraten, Gentlemen und untadelige Amtsinhaber aus der Viktorianischen Ära und anderen Epochen der britischen Geschichte bilden das Repertoire von Jeremy Northam. Es ist sein gelassenes Auftreten, sein ironischer Blick, der gelegentlich ins Melancholische driftet, seine Gestik und die perfekten Manieren, die ihn so ideal für die Darstellung der Herren der Gesellschaft machen. 2000 erhielt er für zwei Kostümrollen als Anwalt in David Mamets „Der Fall Winslow“ und als Politiker in der Oscar-Wilde-Verfilmung „Ein perfekter Ehemann“ den renommierten Preis des Londoner „Evening Standard“ als bester Schauspieler.

Interessanterweise findet sich unter Northams High-Society-Rollen kein Schurke, aber ein verarmter italienischer Fürst (James Ivorys Henry-James-Verfilmung „The Golden Bowl„), der Landadelige Mr. Knightly (Jane-Austen-Verfilmung „Emma“), der phlegmatische Verführer von Emma Thompson (in „Carrington“), der US-Richter Coglin (in Steven Spielbergs „Amistad“) und ein viktorianischer Dichter, der eine heimliche Affäre mit einer Kollegin hat (Antonia-Byatt-Verfilmung „Besessen“). Wenn er Bösewichte spielt, dann solche mit Stil (als Liebhaber von Sharon Stone in „Gloria“). Northam ist immer fachkundig, ob im Kampf gegen Kakerlaken („Mimic“) oder im Umgang mit Computern („Das Netz“, sein US-Debüt 1995). Er gehörte zum Ensemble in Robert Altmans Nobel-Krimi „Gosford Park„, sah sich in dem futuristischen Identitätsthriller „Cypher“ zwischen den Fronten zweier Technologiekonzerne und unterstützte als Militäroberst in Norman JewisonsThe Statement“ eine ambitionierte Richterin (Tilda Swinton) bei der Jagd auf einen ehemaligen französischen Nazi-Handlanger und Scharfrichter (Michael Caine).

2005 war Northam in der auf John Griesmers Bestseller „Rausch“ basierenden Militärsatire „Guy X“ zu sehen. Als verrückter Colonel eines Militärstützpunktes in der Arktis während des Korea-Kriegs wird ihm der zwangsweise versetzte Corporal (Jason Biggs) unterstellt. Dieser kann seine Finger nicht von der Geliebten des Colonels lassen, macht aber auch eine brisante Entdeckung. Zwei Jahre später trat Northam neben Nicole Kidman und Daniel Craig in Oliver Hirschbiegels ersten Hollywood-Film „Invasion“ auf. Er spielte Tucker, den höchsten Verantwortlichen für Seuchenbekämpfung, der ausgerechnet selbst mit fremdartigen Sporen infiziert und damit zum Gegenspieler seiner Ex-Frau und Psychologin Bennell wird.

1961 in Cambridge geboren, schloß Northam 1986 die Schauspielschule des Old Vic Theatre in Bristol ab und war schnell ein gefeierter Theaterschauspieler. 1989 wurde er mit dem Olivier Award als bester Newcomer ausgezeichnet, 1999 mit dem Preis des Londoner Critics Circle als bester Schauspieler geehrt. Sein Filmdebüt gab er 1992 in der weitgehend unbekannt gebliebenen Filmversion von Emily Brontës „Stürmische Höhen“ an der Seite von Juliette Binoche und Ralph Fiennes. Jeremy Northam ist seit April 2005 mit Elizabeth Louise Moro verheiratet.

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