Leben & Werk

Die Theater-, Film-, und Fernsehschauspielerin Jenny Gröllmann war eine der bekanntesten Charakterdarstellerinnen der DDR. Nach der Wende wurde sie in TV-Serien wie „Liebling Kreuzberg“ dem gesamtdeutschen Publikum bekannt.

Jenny Gröllmann wurde am 5. Februar 1947 in Hamburg geboren. Ihr Vater war Bühnenbildner, ihre Mutter Theaterfotografin und spätere Bildchefin der Zeitschrift „Das Magazin“. 1949 zog die Familie nach Schwerin, später nach Dresden. Jenny Gröllmann stand bereits als Schülerin auf der Theaterbühne in Dresden. Von 1963 bis 1966 besuchte sie die Staatliche Schauspielschule Berlin. 1966 erhielt sie ein Engagement am Maxim-Gorki-Theater, zu dessen Ensemble sie 26 Jahre lang gehörte. Ein Jahr später hatte mit „Geschichten jener Nacht“ ihr erster Kinofilm Premiere. Es folgten zahlreiche Kino- und Fernsehfilme. 1985 brillierte sie neben ihrem Ehemann Ulrich Mühe im DEFA-Film „Hälfte des Lebens“ als Hölderlin-Geliebte Susette Gontard. Nach der Wende wurde Jenny Gröllmann als Rechtsanwältin Isolde Isenthal in der beliebten TV-Serie „Liebling Kreuzberg“ zum gesamtdeutschen Fernsehstar. Weitere Serienrollen unter anderem in „Unser Lehrer Doktor Specht“ oder „Schwurgericht“ folgten. Ihre letzte Serienrolle als Inge Klinker-Emden in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ musste sie aufgrund ihrer schweren Krebserkrankung aufgeben. Jenny Gröllmann starb am 9. August 2006 in Berlin.

Jenny Gröllmann wurde 1969 das erste Mal Mutter. Tochter Jeanne stammte aus der Verbindung mit Thomas Goguel. 1973 heiratete die Schauspielerin den Regisseur Michael Kann, die Ehe wurde geschieden. Von 1984 bis 1990 war sie mit ihrem Kollegen Ulrich Mühe verheiratet. 1985 wurde die gemeinsame Tochter Anna Maria Mühe geboren. 2004 heiratete Jenny Gröllmann den Filmarchitekten Claus-Jürgen Pfeiffer. Jenny Gröllmann kämpfte in den letzten Jahren gegen Stasi-Vorwürfe, die unter anderem Ex-Mann Ulrich Mühe erhob, und bekam vor Gericht Recht.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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