Leben & Werk

Britische Schauspielerin. Sie schaffte bruchlos den Übergang vom Kinderstar zur erwachsenen Schauspielerin, war in den 70er-Jahren europäischer Filmstar, hat in ihrer über 90 Filme umfassenden Karriere häufig Kriegsfilme, Kostüm- und Familiendramen veredelt und ist ein populäres Gesicht des britischen Fernsehens. Jenny Agutter ist SF-Fans durch „Flucht ins 23. Jahrhundert“ (1976) ein Begriff, fiel mit einer gewagten Nacktszene im Pferdestall in „Equus“ (1977) auf und feierte, nachdem sie fast zwei Jahrzehnte hinter Nebenrollen verborgen war, mit der Spionageserie „Spooks“ (seit 2002) und als beste Freundin von Marianne Faithfull und Sprachführerin des Witwenclubs in Sam Garbarskis „Irina Palm“ (2007) ein Comeback.

Jennifer Ann Agutter wurde 1952 in Taunton, Somerset, als Tochter eines britischen Offiziers geboren und kam mit zwölf Jahren als arabische Schönheit Asua in „Östlich von Sudan“ (1964) zum Film. Andrezej Wajda besetzte sie im Kinderkreuzzugsfilm „Die Pforten des Paradieses“ (1967). In England wurde sie als Roberta, Heldin des Kinderabenteuers „The Railway Children“ (TV 1967) populär, spielte Roberta erneut in der Kinoversion 1970 und war in der Version von 2000 Robertas Mutter. In Nicholas Roegs „Walkabout“ (1970) irrte sie mit ihrer Filmschwester durch die australische Wüste. Für das Kriegsdrama „The Snow Goose“ (mit Richard Harris) 1971 mit dem Emmy ausgezeichnet, entschloss sich Agutter, nach Hollywood zu gehen.

Dort wurde das SF-Abenteuer „Logan’s Run – Flucht ins 23. Jahrhundert“, wo sie mit Michael York von einer Todesschwadron verfolgt wird, ein Kassenerfolg und brachte ihr Rollen in der Alexandre-Dumas-Verfilmung „Der Mann in der eisernen Maske“ (mit Richard Chamberlain), in Sydney Lumets Psychodrama „Equus“ (mit Richard Burton), im Thriller „Dominique“ und als Krankenschwester in John Landis‘ Horrorfilm „American Werewolf in London“ (1981) ein. In den folgenden Jahren spielte Agutter in Kriegsdramen wie „Geheime Winkel“ und „Geheimkommando R.O.T.S.“, Gruselfilmen wie Freddie Francis‘ „Hochhaus des Schreckens“ und „Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist wieder da“, war Adelige an der Seite von Jacqueline Bisset in der Rosamunde-Pilcher-Verfilmung „September“ und spielte mit Catherine Zeta-Jones in zwei Filmen, dem Surferdrama „Blue Juice“ und der TV-Produktion „The Buccaneers“. Agutter war Gast in Serien wie „Magnum“, „Murder, She Wrote“ und „The Inspector Lynley Mysteries“ (2004).

Im neuen Millenium brachten ihr das BBC-Drama „The Parole Officer – Das B-Team“ (2001, mit Steve Coogan als unschuldig Verfolgter), das Kriegsdrama „The Snow Goose“ (2006), der Thriller „Act of God“ (2006), „Irina Palm“ und vor allem die erfolgreiche Spionageserie „Spooks“, wo sie als Tessa, Chefin des britischen Geheimdiensts MI 5 (Pendant zu Judi Dench’s M ) tätig ist, neue Popularität.

Jenny Agutter ist seit 1990 mit einem schwedischen Hotelier verheiratet und hat einen Sohn. Sie ist karitativ tätig, vor allem in der Mukoviszidosestiftung, weil sie selbst das M-Gen trägt. Sie ist Fan von Eminem und war 1990 Background Vocal des Musikvideos „Wild Horses“ von Prefab Sprout. 1984 gab sie den Fotoband „Snap“ mit Bildern sozialen Elends in London und Los Angeles heraus.

Jenny Agutter wurde 1978 für „Equuus“ mit dem BAFTA Award für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet.

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