Eine von den maßgeblichen Aufgaben beim Film genügt eigentlich schon. Aber bei seinem Regiedebüt wollte Paul Bettany kurzerhand alles machen.

Paul Bettany überforderte sich in "Shelter" selbst Bild: Koch Media

Wenn Paul Bettany in einem Film antritt, hinterlässt der charismatische Mime immer einen bleibenden Eindruck. Das war schon so in „Ritter aus Leidenschaft“ wo er den Bänkelsänger Geoffrey Chaucer spielte. Das war so in „A Beautiful Mind“ - und das schaffte er als tödlicher Mönche Silas in „The Da Vinci Code - Sakrileg„.

Aktuell suchte und fand er sein Plätzchen sogar im Bereich der Comic-Verfilmungen. Freunde von „Iron Man“ kennen ihn - oder doch zumindest seine Stimme - als Tony Starks Computer-Assistent Jarvis. Und wenn die „Avengers“ in ihrem nächsten Abenteuer gegen Ultron antreten müssen, werden sie auch auf Paul Bettany stoßen - als Android Vision.

Kurz: Der vielbeschäftigte Star kommt an allen Fronten gut an. Nur nicht bei sich selber. Zusammen mit seiner Frau Jennifer Connelly wollte er nämlich das Obdachlosendrama „Shelter“ auf die Beine stellen - in Personalunion von Regisseur, Produzent, Autor - und dazu Star.

Doch die One-Man-Show war offenbar kurz und schmerzhaft: „Als Produzent habe ich mich erst eingestellt. Aber als Regisseur und Autor musste ich mich dann prompt entlassen - übrigens zum großen Erstaunen aller, die den Film finanziert haben.“ Kein Wunder, wenn plötzlich der bekannteste Name von der Besetzungsliste gestrichen werden muss.

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Weniger ist mehr

Offenbar durfte er jedoch schnell feststellen, sich in eine völlige Überforderungssituation gebracht hatte: „Ich glaube das war eine gute Entscheidung - in dem Malstrom, in den du dich begibst, wenn du in 20 Tagen einen Film drehen willst. Du hast kaum Zeit zur Toilette zu gehen - und wenn du noch dazu eine Rolle spielen willst, kannst du dich auch von jeder Recherche verabschieden. Ich war also ziemlich froh, rauszufliegen.“

Das Drama basiert auf einem obdachlosen Paar, dass Bettany in den Straßen von News York kennengelernt hatte. Ob und wann der Film auch in Deutschland auf die große Leinwand kommt, steht noch nicht fest.

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