Jeff Healey

Schauspieler • Musiker

Leben & Werk

Im Alter von einem Jahr erblindete Jeff Healey. Als er zwei Jahre später seine erste Gitarre bekam, legte er das Instrument auf die Knie und spielte vornehmlich mit dem Daumen - eine ausgefallene und seltene Technik, derer sich auch schon einige Veteranen des Delta-Blues bedient hatten. Als Healy sechs Jahre alt wurde, trat er zum ersten Mal öffentlich auf und spielte von diesem Zeitpunkt an in einer Vielzahl höchst unterschiedlicher Gruppen. An einer Blindenschule erlernte der Teenager später zusätzlich das Trompetenspiel. Musik wurde für den Heranwachsenden zum Lebensinhalt: Mit vierzehn besaß er 25.000 Schallplatten und moderierte eine eigene Radiosendung. In Blueskreisen wurde er bald durch Auftritte mit Albert Collins, B.B. King oder Stevie Ray Vaughan zum festen Begriff. Gemeinsam mit dem Bassisten Joe Rockman und dem Schlagzeuger Tom Stephens gründete Healy 1986 die Jeff Healy Band, deren geradliniger Blues-Rock bei Fans und Kritikern gut ankommt. Auf der Bühne bietet der junge Gitarrist eine Art abgewandelter Hendrix-Show, spielt mit den Zähnen oder hinter dem Kopf. Das Debüt „See the Light“ (1988) verkaufte sich gut, die Single „Angel Eyes“ schaffte es bis auf Platz fünf der Charts. Für den Nachfolger „Hell To Pay“ wurden berühmte Gäste ins Studio geladen: George Harrison, Mark Knopfler und Jeff Lynne befanden sich unter den Gaststars des 1990 veröffentlichten Albums. Bald jedoch zeichneten sich erste Ermüdungserscheinungen ab - das 1992 erschienene „Feel This“ wartet mit solidem Blues-Rock und vor allem vielen Klischees auf. Um aus dieser Sackgasse auszubrechen, fragte Healy 1995 seine Fans nach ihren Wünschen. Die schlugen für das kommende Album „Cover to Cover“ ihre jeweiligen Lieblingsstücke vor, darunter „Badge“ (Cream), „Communication Breakdown“ (Led Zeppelin) und „Stuck in the Middle“ von Stealers Wheel. 1999 zog Jeff Healy mit der Platte „The Master Hits: Jeff Healy Band“ eine erste Bilanz seines Schaffens. Ein im selben Jahr in Montreux aufgezeichnetes Konzert erscheint im Juni 2005 als DVD „Live in Montreux“.

Im März 2008 erlag Jeff Healey einer Krebserkrankung.

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