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Philip Seymour Hoffman stirbt mit 46

Ehemalige BEM-Accounts  

Offenbar starb der Charakterschauspieler an einer Drogenüberdosis.

Philip Seymour Hoffman ist tot Bild: Kurt Krieger

Oscar-Gewinner Philip Seymour Hoffman wurde von einem Drehbuchautor im Badezimmer seiner Wohnung in New York tot aufgefunden. Der versierte Charakterschauspieler, der im Kino aktuell in „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ zu sehen ist, starb offenbar an einer Drogenüberdosis. Er wurde 46 Jahre alt.

Über Twitter und soziale Netze drücken viele Stars Fassunglosigkeit, Trauer und Mitgefühl gegenüber Hoffmans Familie aus. „Mein Herz ist gebrochen, ich bin geschockt. Was für ein gewaltiger Verlust. Ruhe in Frieden, Philip Seymour Hoffman“, schreibt etwa „„Herr der Ringe“„-Star Elijah Wood.

Aaron Paul

Seinen Oscar hatte der Vollblutschauspieler für „Capote“ erhalten. Zuletzt stand er in den beiden „Mockingjay“-Filmen der „Die Tribute von Panem“-Reihe vor der Kamera. Laut Angaben des produzierenden Studios Lionsgate hatte er seinen Part bereits fast komplett abgedreht.

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Als Darsteller eine Naturgewalt

Hoffman war als Darsteller eine Naturgewalt – zuletzt war er in Paul Thomas Anderson Drama „The Master“ neben Joaquin Phoenix zu großer Form aufgelaufen. Von ungeheurer Präsenz zog er selbst in kurzen Auftritten die Szene an sich, denn er machte aus jeder ein Ereignis.

Ob Philip Seymour Hoffman als reicher Amerikaner Dickie in „Der talentierte Mr. RipleyMatt Damon bedrängte, ob er als Reporter in „Roter Drache“ Edward Norton nachspürte, ob er im Team der Tornado-Jäger in „Twister“ Wirbelstürmen folgte oder sich mit Adam Sandler in „Punch-Drunk Love“ ein buchstäbliches Brüllduell lieferte: Immer beherrschte er die Szene, schuf ein Kraftfeld um sich. Die Hauptrollen musste der kleine Korpulente mit der blassen Haut, den Sommersprossen und den schütteren rötlichen Haaren meist den Kollegen überlassen, aber ohne ihn wären sie ärmer dran gewesen.

Hoffmans schauspielerische Spannbreite war außerordentlich groß: Als Transsexueller in Joel SchumachersMakellos“ lieferte er sich ein Schauspielerduell mit dem „Schwuchteln“ hassenden Macho-Nachbarn (Robert De Niro) und lehrte den Cop Toleranz. In „The Big Lebowski“ war Hoffman die bebrillte rechte Hand des reichen Lebowski, dessen Handlanger Jeff Bridges den Teppich ruinieren, und in Spike Lees25 Stunden“ war er der tumbe Englischlehrer, der mit den Freunden Edward Norton und Barry Pepper durchs nächtliche New York zieht und es ein wenig zu sehr auf den Bauchnabel seiner 17-jährigen Schülerin abgesehen hatte.

Für seine Rolle als lispelnder Truman „Capote“ in Bennett Millers Portrait über den amerikanischen Schriftsteller wurde er 2006 mit dem Golden Globe und dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Meisterhaft zeichnete er in „Capote“ den rätselhaften, komplizierten Charakter des Autors nach und wurde vom Feuilleton für seine differenzierte Darstellung gelobt.

Hoffman war mit Kostümdesignerin Mimi O’Donnell liiert, mit der er drei gemeinsame Kinder hat. Schon in der Vergangenheit hatte er wiederholt Drogenprobleme eingestanden. Nach einer längeren Phase, in der er clean war, erlebte er offenkundig im letzten Jahr einen Rückfall und unterzog sich erneut einem Entzug. Nun wurde er leblos gefunden – mit einer Drogenspritze im Arm.

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