Die Arbeit in Hollywood wird von uns Normalsterblichen meist romantisch verklärt. Neben dem stressigen Arbeitsumfeld sind Schauspieler durch die permanente Drucksituation gezwungen, sich stets an die eigenen Grenzen zu bringen und diese bewusst zu überschreiten – was zu skurrilen Vorfällen führen kann. Genau davon handelt diese Liste, denn wir wollen euch einige Hollywood-Stars vorstellen, die am Set den berühmten einen Schritt zu weit gegangen sind.

Bevor wir uns in diese Aufzählung von Eskapaden stürzen, sei noch einmal auf die Liste der Stars verwiesen, die sich bei ihren Filmen geprügelt haben. Es geht eben immer noch einen Zacken schlimmer.

Jared Leto in „Suicide Squad

Fangen wir mit einem jungen Beispiel an, das sicherlich bei vielen noch grob im Gedächtnis hängt. Seine Vorbereitung auf die Rolle als Joker brachte Jared Leto vor „Suicide Squad“ genau die Aufmerksamkeit ein, die er im Superhelden-Film letztlich nicht erhielt. Dass der gute Mann fast komplett rausgeschnitten wird, konnte er vorher aber natürlich nicht ahnen, weswegen er sich alle Mühe gab, um in den Gemütszustand des psychopathischen Batman-Bösewichts zu schlüpfen.

Und deswegen schickte er seinen Kollegen benutzte Kondome, Sexspielzeug, Patronenhülsen, tote und lebendige Tiere. Während Marget Robbie bewundernd auf Letos Hingabe reagierte, war Will Smith von seinem Kollegen zumindest irritiert und Viola Davis gab zu Protokoll, dass sie glücklicherweise kein benutztes Kondom erhalten hat. Ihr Mann sei schließlich Footballspieler gewesen und hätte sich sonst um den neuen Joker-Darsteller mal privat gekümmert.

Christian Bale in „Terminator 4: Die Erlösung

Der ehemalige Batman-Schauspieler ist ebenfalls für seine Hingabe bekannt und das musste am Set des vierten „Termiantor“-Films der Kameramann Shane Hurlbut am eigenen Leib auf die harte Tour lernen. Er hatte es nämlich gewagt, während einer Szene durch Bales Sichtfeld zu laufen, als dieser sich gerade in die richtige Stimmung gebracht hatte und erhielt dafür vom Hollywood-Star eine mit Schimpfwörtern gespickte Brandrede, die gut dokumentiert ist.

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Bale übernahm später dafür die Verantwortung und erklärte sein Verhalten als unentschuldbar, an dem Image-Schaden änderte das natürlich wenig. Der Schauspieler sagte im Anschluss auch, dass er und Shane Hurlbut sich privat ausgesprochen hätten. Überraschenderweise haben sie seitdem aber dennoch nie wieder zusammengearbeitet.

Dwayne Johnson in „Fast & Furious 8

The Rock hat sich in den letzten Jahren eigentlich zu jedermanns Liebling entwickelt, weswegen sein Streit mit Vin Diesel umso überraschender kam. Für den neuesten Teil der Action-Reihe „Fast & Furious“ arbeiteten die beiden zum vierten Mal zusammen, doch diesmal war Johnson auf seinen Filmpartner im Anschluss wenig gut zu sprechen.

Er veröffentlichte eine vage Aussage, laut der einige am Set von „Fast & Furious 8“ die nötige Professionalität vermissen haben lassen. Auch wenn er keine Namen nannte, deuteten Medienberichte kurz danach auf Vin Diesel als Opfer der Vorwürfe hin, denn mit ihm soll Johnson hinter den Kulissen wegen mehrerer Entscheidungen aneinandergeraten sein. Die restlichen Stars des Blockbusters zeigten für The Rocks öffentliche Anschuldigungen wenig Verständnis und Universal bat den Star gar zum Rapport. Der Streit scheint inzwischen abgekühlt zu sein und einige mutmaßen, dass es sich ohnehin nur um einen PR-Stunt handelte, um „Fast & Furious 8“ mehr Aufmerksamkeit zu bescheren.

Lindsay Lohan in „Georgias Gesetz

Die Arbeitsmoral des ehemaligen Kinderstars war am Set der Tragikomödie „Georgias Gesetz“ anscheinend nicht allzu stark ausgeprägt. Der Studiochef von Morgan Creek soll ihr deswegen sogar einen Brief geschrieben haben, in dem er sie als „verzogenes Kind“ bezeichnete.

Mit ihrem Co-Star Jane Fonda war das Verhältnis anscheinend ähnlich gut. Lohan soll häufiger zu spät am Set erschienen sein und sogar ganze Drehtage verpasst haben. Fonda bestätigte deswegen in einem Interview, dass ihr irgendwann der Kragen platzte und sie in Lohans Wohnwagen stürmte und sie dort anschrie, endlich bei den Dreharbeiten zu erscheinen. Ansonsten liebte Jane Fonda die Arbeit mit Lindsay Lohan laut eigener Aussage allerdings; zumindest wenn sie dann erst einmal am Set erschien.

Mike Myers in „Wayne’s World

Die Kult-Komödie „Wayne’s World“ brachte seinerzeit die Karriere von Mike Myers ins Rollen, doch der vor der Kamera so lustige Mann scheint hinter den Kulissen ziemlich anstrengend gewesen zu sein. Zumindest wenn man den Worten von „Wayne’s World“-Regisseurin Penelope Spheeris Glauben darf. Die sagte später, sie habe Myers im Anschluss für Jahre gehasst, da er sich konstant über die Dreharbeiten beschwert habe.

So soll Myers beispielsweise während der ikonischen „Bohemian Rhapsody“-Szene ständig gemeckert haben, dass man sie so oft drehen müsse, er seinen Nacken nicht wie gewünscht drehen könne und überhaupt würde niemand darüber lachen. Endgültig ins Abseits schoss sich Myers bei Penelope Spheeris jedoch, weil er einmal stundenlang mit seinem Manager telefonierte und damit drohte, den Film zu verlassen – weil er am Set keine Margarine erhalten habe.

Wesley Snipes in „Blade Trinity

Laut Patton Oswalt überschritt der Titelheld beim dritten Teil der Vampir-Reihe einige Grenzen. So soll Wesley Snipes kaum aus seinem Wohnwagen gekommen sein und sich stattdessen dem Konsum von bewusstseinserweiternden Kräutermischungen hingegeben haben. Am Set selbst wollte der Schauspieler dann lediglich Nahaufnahmen machen lassen und einmal soll er sogar versucht haben, dem Regisseur David S. Goyer an den Kragen zu gehen. Wie geschrieben: Gleich mehrere Grenzen wurden hier überschritten.

Val Kilmer und Tom Sizemore in „Red Planet

2013 veröffentlichte Tom Sizemore seine Memoiren, die auch ein interessantes Kapitel über seine Zusammenarbeit mit Val Kilmer für den Science-Fiction-Film „Red Planet“ enthielt. Zwischen den beiden Schauspielern kam es am Set gleich zu mehreren Zwischenfällen, die sogar in Gewaltausbrüchen endeten.

Kilmer legte anscheinend ein divenhaftes Verhalten an den Tag und soll Sizemore angeschrieben haben, dass er fünfmal so viel wie er verdiene. Sizemore antwortete damit, dass er ein 25-Kilo-Gewicht nach seinem Kollegen warf, ihn glücklicherweise allerdings nicht traf. Die Spannungen gingen so weit, dass die Produzenten Sizemore bitten mussten, während seiner Kampfszene Val Kilmer nicht tatsächlich ins Gesicht zu schlagen. Daran hielt er sich auch – und streckte ihn stattdessen mit einem Schlag auf die Brust nieder.

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