Jane Wyman

Schauspieler
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Leben & Werk

Neben Bette Davis, Joan Crawford und den Schwestern Joan Fontaine und Olivia de Havilland gehörte Jane Wyman zu den Königinnen des Hollywood-Melodrams der 40er- und 50er-Jahre. Ihre auffallend großen, ausdrucksstarken Augen konnten allein eine Geschichte erzählen, so die Vergewaltigung der taubstummen Farmerstochter und Titelheldin in Jean Negulescos „Johnny Belinda - Schweigende Lippen“, für den sie 1948 mit dem Oscar als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Wyman war fünf Mal für den Oscar nominiert, gewann ihn ein Mal. Ebenfalls fünf Mal war sie für den Golden Globe nominiert und gewann ihn vier Mal (für „Johnny Belinda„, 1951 für ihre weltweite Popularität, 1952 für „Das Herz einer Mutter“ und 1984 für ihre Matriarchin in der TV-Serie „Falcon Crest„).

Jane Wyman spielte im Lauf ihrer fast 200 Film- und TV-Rollen umfassenden Karriere sich aufopfernde Mütter, Kindermädchen, reiche Witwen, desillusionierte Ehefrauen und, als alleinstehende Vorstadtfrau, das Vorbild für die „Desperate Housewives„. Jane Wyman liebte und litt und sie kämpfte mit bigotten Kindern, den geifernden Nachbarn, dem katholischen Gewissen und der Moral. Dieses Rollenbild ist in „Johnny Belinda“ angelegt, aber auch in anderen Melodramen wirksam. Wyman geht beinahe am Alkoholismus ihres Ehemannes (Ray Milland) in Billy Wilders Trinkermelodram „Das verlorene Wochenende“ (1945) zugrunde; sie ist sorgenvolle Mutter und Ehefrau von Gregory Peck in Clarence Browns „The Yearling - Die Wildnis ruft“ (Oscar-Nominierung 1947); sie ist das Kindermädchen in Curtis Bernhardts „The Blue Veil - Das Herz einer Mutter“ (1951). In zwei ihrer Filme unter der Regie von Douglas Sirk erreicht das Melodram der 50er-Jahre Höhepunkte: In „Magnificent Obsession - Die wunderbare Macht“ (1954) verliebt sie sich in den Playboy (Rock Hudson), der indirekt am Tod ihres Mannes schuld war, und in „All That Heaven Allows - Was der Himmel erlaubt“ (1955) geht sie als Witwe mit ihrem Gärtner (Rock Hudson) gegen den erbitterten Widerstand ihrer Kinder die Ehe ein.

Jane Wyman wurde 1916 (nach anderen Quellen: 1914) als Sarah Jane Mayfield Fulks in St. Joseph, Missouri, geboren und besuchte die Los Angeles High School. Nach ersten erfolglosen Versuchen als Schauspielerin (ihre Filmografie weist über zehn Filme ohne Namensnennung auf) und dem Besuch der University of Missouri trat sie unter dem Namen Jane Durrell als Radiosängerin auf. 1936 erhielt sie einen Vertrag bei Warner Brothers. Dort lernte sie 1936 ihren zweiten Ehemann Ronald Reagan kennen, mit dem sie gemeinsam spielte („Brother Rat“). Als sie 1945 ihren Durchbruch schafft, hatte sie bereits in 40 Filmen mitgespielt. Mitte der 50er-Jahre wandte sich Wyman dem Fernsehen zu und war 163 Folgen lang Gastgeberin der Serie „Fireside Theatre/The Jane Wyman Theatre“ (1955-59). Im Alter wurde sie in der Serie „Falcon Crest“ (1983-90) als streng moralisches südstaatliches Familienoberhaupt wieder populär, stand trotz schwerer Krankheit (in der Serie wurde daraus ein Koma) in den letzten drei Folgen der Serie wieder vor der Kamera. Zuletzt sah man Wyman als Mutter von Jane Seymour in der Serie „Dr. Quinn“ (1993). Danach zog sie sich endgültig in ihr Heim Rancho Mirage in Kalifornien zurück.

Wyman war vier Mal verheiratet, in zweiter Ehe 1940 bis 1948 mit Ronald Reagan (1911-2004), von 1980 bis 1988 US-Präsident. Als er starb, äußerte sie sich zum ersten und einzigen Mal über ihn: „Er war ein guter Mann.“

Jane Wyman hat zwei Sterne auf dem Walk of Fame in Hollywood. Ihr Kuss in „You’re in the Army Now - Schrecken der 2. Kompanie“ (1941) hält mit 3 Minuten 5 Sekunden den Rekord für den längsten Leinwandkuss.

Am 10. September 2007 starb Jane Wyman in ihrem Haus in Palm Springs im Alter von 93 Jahren.

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