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Leben & Werk

„Das Piano“ brachte der neuseeländischen Regisseurin Jane Campion weltweiten Ruhm, die „Goldene Palme“ in Cannes 1993 und der damals zehnjährigen Anna Paquin („Amy und die Wildgänse„) den „Oscar“ für die beste Nebenrolle, womit sie die jüngste „Oscar“-Preisträgerin wurde. „Das Piano“ erzählt in aufregend neuer Bildsprache die Beziehung zwischen einer stummen viktorianischen Frau (Holly Hunter), ihrem Ehemann (Sam Neill), der sie in die Wildnis Neuseelands holt, und ihrem Geliebten (Harvey Keitel). Die Frau, mit ihrer Tochter (Paquin) und ihrem Piano in enger Symbiose lebend, drückt sich und ihre sexuellen Begierden mit dem Instrument aus. Jane Campion wurde 1954 in Wellington geboren, studierte in London und Sydney Malerei und drei Jahre in der Australian Film and Television School Regie, wo schon ihre Kurzfilme auffielen. Ihr Regiedebüt „Sweetie“ (1989) ist die Studie zweier ungleicher Schwestern, deren Gefühlswelt Campion in Farben und Zeichen übersetzte. Das Thema der Suche nach weiblicher Identität setzte sich fort in dem dreiteiligen „Ein Engel an meiner Tafel“ (1990), der Verfilmung des Lebens der neuseeländischen Schriftstellerin Janet Frame (Kerry Fox), die zeitweise in der Psychiatrie sitzt und sich aus eigener Kraft befreit. Der Film brachte Campion auf dem Filmfestival von Venedig mehrere Preise. Dem Welterfolg „Das Piano“ folgte die Henry-James-Verfilmung „Portrait of a Lady“ (1996), in dem Nicole Kidman in ein Ehegefängnis gerät und daraus ausbricht. Obwohl opulent ausgestattet und wieder im viktorianischen Ambiente spielend, blieb der Film eher den James-Ivory-Klassiker-Verfilmungen verhaftet und entwickelte keine eigene Ästhetik. „Holy Smoke“ (1999) erzählt von einer jungen Frau („Titanic“-Star Kate Winslet), die sich drei Tage lang einem indischen Guru hingibt und mit Hilfe eines Exorzisten (Harvey Keitel) befreit werden will, der sich als sexgieriger Seelenfänger herausstellt. Campion ist mit dem Radioproduzenten Colin Englert verheiratet und hat eine Tochter.

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